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ZooBaden-Württemberg, Deutschland

Wildpark Bad Mergentheim

Im Wildpark Bad Mergentheim könnt ihr einen Tag im Wald verbringen und auf den Fütterungsrunden das Verhalten der Tiere genauer kennenlernen.

Über diesen Ort

Im Wildpark Bad Mergentheim könnt ihr einen Tag im Wald verbringen und auf den Fütterungsrunden das Verhalten der Tiere genauer kennenlernen. Schaut gleich hinter dem Eingang auf das Tagesprogramm, bevor die Kinder in der Koboldburg verschwinden. Wenn bald eine Runde beginnt, geht zuerst zum felsigen Steinbockgehege. Zum Spieldorf könnt ihr später zurückkehren.

Der Park liegt auf einer Anhöhe über Bad Mergentheim und umfasst 48 Hektar. Unauffällige Gehegebegrenzungen und natürliche Baumaterialien verbinden die Anlagen mit dem umliegenden Wald. Die Tiere werden hier vom Park gehalten und versorgt: Das Wolfsrudel, die Braunbären, Luchse und die anderen vorgestellten Arten leben in Gehegen. Die großzügigen Anlagen bieten ihnen Platz zum Bewegen und Ruhen. Ein wenig Geduld gehört deshalb zum Besuch dazu.

Bei den Wölfen lohnt es sich besonders, zur Fütterung stehen zu bleiben. Beobachtet einmal das ganze Rudel: Wer kommt näher, wer bleibt zurück, und wie verändert sich das? Am Luchsgehege sind die stillen Momente spannend, bevor ein Tier plötzlich lossprintet. Achtet darauf, wie der Luchs beobachtet, sich duckt und anschleicht. Bei den Fütterungen macht der Park dieses Jagdverhalten erlebbar.

Nehmt euch auch Zeit für die Waldrappe. In ihrer begehbaren Voliere steht eine große künstliche Felswand, die zu den Nistplätzen dieser Vögel auf Felsvorsprüngen passt. Aus der Nähe seht ihr den metallischen Glanz im dunklen Gefieder und wie die langen Schnäbel den Boden nach Nahrung absuchen. Nach den großen Säugetieren ist das ein schöner Ort, um langsamer zu werden und genauer hinzusehen. Mach mehr aus deinem Abenteuer: Lade die Snappit-App herunter, um einheimische Arten zu bestimmen.

Die Geschichte der Familie Rügamer im Wildpark begann 1988, als Rolf Rügamer den Park übernahm. Der Familienbetrieb setzte auf naturnah gestaltete Gehege, überwiegend natürliche Baumaterialien und langjährige Beziehungen zu regionalen Lieferanten. Dieser Ansatz prägt auch heute das waldnahe Besuchserlebnis.

Was ihr hier machen könnt

Folgt dem Rundweg auf eigene Faust oder schließt euch einer Fütterungsrunde an. Die Runde führt zunächst zum felsigen Bereich der Gebirgstiere, zu Greifvögeln, Hirschen, Fischottern, Bären und Luchsen, danach zu Geiern und Wölfen. Später folgen die Haustiervorführung sowie Stationen bei Bibern, Waldrappen, Polarfüchsen und Wildkatzen. Welche Stationen an eurem Besuchstag vorgesehen sind, steht im Programm am Eingang. Die Fütterungszeiten unterwegs sind ungefähre Angaben.

Für einen entspannten Familientag könnt ihr euch zuerst auf die Tiere konzentrieren, auf halber Strecke bei der Waldschänke und dem Streichelzoo Pause machen und eine längere Spielrunde in der Koboldburg einplanen. Sie liegt am Anfang und Ende des Rundwegs. Acht Türme umgeben ein Fantasiedorf mit Tierarztpraxis, Zauberschule, Kaufladen und Labyrinth. Für den separaten Wasserspielplatz lohnt es sich, Wechselkleidung einzupacken. Die Vorführung Helfer des Menschen zeigt, welche Aufgaben Haustiere übernehmen, darunter Schafe mit einem Hütehund, Pferde und Ochsen. Das Parkteam leitet die Vorführungen; überlasst auch das Füttern den Tierpflegern.

Saisonale Infos

Bis einschließlich 1. November 2026 ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 16:30 Uhr. Vom 2. bis 8. November gelten täglich 10:30–17:00 Uhr. Vom 9. November 2026 bis 12. März 2027 öffnet der Park in der Regel samstags, sonntags und an Feiertagen von 10:30 bis 17:00 Uhr; letzter Einlass ist um 16:00 Uhr. In den Ferien können zusätzliche Öffnungstage hinzukommen. Prüft deshalb vor der Anreise den offiziellen Öffnungskalender. Bleibt bei Tierbeobachtungen im Winter flexibel: Braunbären halten Winterruhe. Für Regentage braucht ihr wetterfeste Kleidung; fragt nach, welche geschützten Aufenthaltsmöglichkeiten geöffnet sind.

Barrierefreiheit

Der Rundweg hat Schotter- und Naturbeläge und führt stellenweise bergauf und bergab. Der Park beschreibt ihn als mit dem Rollstuhl befahrbar, weist aber darauf hin, dass Unterstützung nötig sein kann. Schätzt das anhand eures Rollstuhls und eurer Mobilität ein; erwartet keinen ebenen, asphaltierten Weg. Unterwegs gibt es Sitzbänke für Pausen, und VRN nennt barrierefreie Toiletten. Für die unebenen Wege ist ein robuster Kinderwagen sinnvoll. Bei besonderen Anforderungen an die Zugänglichkeit ruft vor eurem Besuch unter +49 7931 56305-0 im Park an.

Nicht verpassen

1

Wolfsrudel

Nehmt euch bei der Fütterung durch die Tierpfleger Zeit, das Zusammenspiel der Tiere zu beobachten.

2

Waldrappvoliere

Betretet eine Anlage mit großer Felswand und schaut den Vögeln beim Stochern im Boden zu.

3

Koboldburg

Erkundet ein Spieldorf mit acht Türmen, Räumen für Rollenspiele, Kletterelementen und einem Labyrinth.

4

Tiere in Bewegung

Vergleicht Fischotter im Wasser, Steinböcke auf Felsen und Luchse beim Anschleichen.

Artenbeispiel aus Yellowstone: Neun dunkle und graue Wölfe stehen in unterschiedlichen Abständen auf Schnee. Einige sind einander zugewandt, andere stehen etwas abseits. Deutsche Fragen regen dazu an, das ganze Rudel zu beobachten. Kein Foto aus Bad Mergentheim.

Achtet beim Beobachten eines Wolfsrudels auf Abstände, Blickrichtungen und Bewegung. Das Beispielfoto zeigt freilebende Wölfe des Gibbon-Rudels im Yellowstone-Nationalpark am 24. März 2007, nicht die Tiere im Wildpark Bad Mergentheim. Foto: NPS/Doug Smith, Public Domain.

NPS/Doug Smith · Gibbon pack, Yellowstone National Park · 24 March 2007 · Public Domain

Spaziergänge und Routen

Rundweg durch den Wildpark

Manche Rollstuhlnutzer benötigen unterwegs Hilfe durch eine Begleitperson. Nutzt die Sitzgelegenheiten am Rundweg für Pausen.

Rundweg durch den Wildpark

Erst Tiere, dann spielen

Schließt euch der morgendlichen Fütterungsrunde an, macht etwa auf halber Strecke eine Essenspause und erkundet die späteren Gehege im eigenen Tempo. Hebt euch die Koboldburg für den Schluss auf. So müssen die Kinder ihr Spiel nicht gerade dann abbrechen, wenn eine Fütterungsrunde beginnt.

Ein entspannter halber Tag auf eigene Faust

Wählt drei oder vier Gehege aus, die euch besonders wichtig sind, und geht den Rundweg, ohne jede Vorführung mitnehmen zu wollen. Lasst Zeit für die Waldrappvoliere und je nach Interesse eurer Familie für den Streichelzoo oder einen Spielplatz.

Aktivitäten

Bewegungen beobachten

Jedes Kind sucht sich ein Tier zum genauen Beobachten aus: einen Steinbock, Fischotter oder Luchs. Beschreibt oder zeichnet danach, wie es sich bewegt hat und was ihm beim Klettern, Schwimmen oder Anschleichen hilft. Auch das Warten, bis ein Tier auftaucht, kann zum Spiel gehören.

Eine ruhige Pause im Streichelzoo

Nehmt euch im Streichelzoo Zeit, beachtet die Hinweise des Personals und lasst die Tiere auf euch zukommen. Nach dem Beobachten großer Säugetiere über Gehegegrenzen hinweg bieten diese nahen Begegnungen eine schöne Abwechslung.

Plant bei leichtem Regen einen Besuch im Freien mit wetterfester Kleidung und einer kürzeren Wunschliste. Wenn ihr unbedingt eine Pause drinnen braucht, fragt vorher nach den Sitzmöglichkeiten während des Jägerstuben-Umbaus, statt euch auf ältere Restaurantbeschreibungen zu verlassen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beobachtet das Rudel vom Besucherbereich am Wolfsgehege aus, wenn die Tierpfleger kommen. Bleibt danach noch etwas stehen und achtet darauf, was sich in der Gruppe verändert. Der Park bezeichnet seine Tiere als Timberwölfe; ihr Fell kann neben Grau auch Schwarz zeigen.

Schaut zunächst über das ganze Gehege, bevor ihr euch auf ein einzelnes Versteck konzentriert. Achtet bei der Fütterung darauf, wie sich der Luchs duckt und kurz lossprintet. Pinselohren und Backenbart lassen sich auch an einem ruhenden Tier gut entdecken.

Achtet vom Besucherbereich aus darauf, wie sich der Bär bewegt und seine Umgebung untersucht. Nehmt euch eine ruhige Beobachtungspause, ohne ständig Bewegung zu erwarten. Fragt bei einem Winterbesuch das Personal nach dem aktuellen Tagesablauf der Bären.

Behaltet Wasser und Ufer im Blick: Ein Fischotter kann schon abgetaucht sein, während ihr noch auf die Stelle schaut, an der er gerade war. Auf der Fütterungsrunde gibt es eine Otterstation, die diesem Beobachten und Warten einen guten Rahmen gibt.

Bleibt in der begehbaren Voliere stehen und schaut zu, wie die langen Schnäbel den Boden absuchen. Achtet auf den grünlichen Metallschimmer im Gefieder und danach auf die Felswand. Sie bildet die Art von Vorsprüngen nach, auf denen Waldrappe nisten.

Schaut am Anfang des Rundwegs auch die Felsen hinauf. Wie setzt ein Steinbock seine Füße auf einen Vorsprung, und wie bewegen sich größere Tiere auf ebenem Boden? Daraus lässt sich eine einfache Beobachtungsaufgabe für die Familie machen.

Plant die Polarfüchse im späteren Teil des Rundgangs ein. Ihr Fell verändert sich mit den Jahreszeiten. Vergleicht deshalb die Tiere mit den Informationen am Gehege, statt bei jedem Fuchs schneeweißes Fell zu erwarten.

Wenn sich eine Wildkatze zeigt, achtet auf den buschigen, stumpf endenden Schwanz mit dunklen Ringen. Ruhiges Beobachten passt zu einer Katze, die oft in der Dämmerung oder nachts aktiv ist. Fragt am Eingang nach der späteren Fütterungsstation.

Beobachtet die Hirsche in Ruhe und vergleicht Fressen, Ruhen und Wiederkäuen. Im Herbst könnt ihr die Brunftzeit erwischen. Bleibt im Besucherbereich und gebt aufgeregten Tieren Raum, statt die Aufmerksamkeit eines Hirsches auf euch zu lenken.

Sucht nach den Federbüscheln am Kopf und dem gefleckten Gefieder, mit dem ein ruhender Uhu mit seiner Umgebung verschmilzt. Auch ein still sitzender Vogel lohnt die Beobachtung. Erkundigt euch, welche Vögel an diesem Tag bei der Vorführung mitmachen, statt einen Flug dieses Uhus zu erwarten.

Geschichten und Entdeckungen

Die Waldrappvoliere ist etwa 1.800 Quadratmeter groß. Für ihre Felswand wurden rund 500 Tonnen Stein verbaut. Die Vorsprünge greifen den natürlichen Nistlebensraum der Vögel auf.

Die Koboldburg bietet mehr als 2.000 Quadratmeter Spielfläche. Kaufladen, Tierarztpraxis und Zauberschule machen aus der Kletterpause einen Ausflug in ein Fantasiedorf.

Anreise und praktische Tipps

Fahrt während der saisonalen Bedienung mit der Buslinie 955 vom Bahnhof Bad Mergentheim zur Haltestelle Wildpark. Prüft im Fahrplan die Verbindung für euren Besuchstag und auch die letzte passende Rückfahrt.

Die Waldschänke liegt etwa auf halber Strecke in der Nähe der Spiel- und Streichelbereiche. Am Eingang ersetzt die vorübergehend eingerichtete Koboldküche die geschlossene Küche der Jägerstube. Prüft, welche Sitzmöglichkeiten und Essensangebote an eurem Besuchstag verfügbar sind.

Natur- und Schotterbeläge, Steigungen und eure eigene Ausrüstung bestimmen, wie gut ihr den Rundweg bewältigen könnt. Fragt vor dem Besuch beim Park nach den für euch wichtigen Einzelheiten zum Weg und zum Zugang zu den Toiletten.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Treffpunkt finden

Die Fütterungsrunden beginnen oberhalb des felsigen Steinbockbereichs, etwa 200 Meter hinter der Kasse. Fragt am Eingang nach und plant den Fußweg ein.

Anreise mit dem Auto

Gebt Wildpark 1, 97980 Bad Mergentheim, ein und folgt der Beschilderung zum Wildpark. Das Parken ist kostenlos. Vom Parkplatz zum Eingang sind es etwa 100–250 Meter.

Rückfahrt mit dem Bus planen

In der Saison von Mai bis Oktober verbindet die Buslinie 955 den Bahnhof Bad Mergentheim mit dem Wildpark. Prüft bei VRN oder VGMT die Verbindung für euren konkreten Besuchstag und die Rückfahrt.

Essenspause planen

Während des Umbaus ist die Küche der Jägerstube geschlossen. Alternativen sind die vorübergehend eingerichtete Koboldküche am Eingang und die Waldschänke auf halber Strecke. Prüft das saisonale Angebot, wenn ihr eine warme Mahlzeit einplant.

Etwas Bargeld mitnehmen

Kartenzahlung ist erst ab 10 € möglich. Das ist bei kleinen Einkäufen oder einem Snack wichtig.

Hunde an die kurze Leine

Hunde dürfen kostenlos mit, aber nicht in Gehege oder auf Spielplätze. Achtet darauf, dass sie ruhig bleiben, und beseitigt ihre Hinterlassenschaften.

Fotoausrüstung vorher klären

Private Fotos sind erlaubt. Für ein Stativ, auch ein Einbeinstativ, müsst ihr euch vorher telefonisch anmelden und eine zusätzliche Gebühr zahlen. Gewerbliche Nutzung braucht die Erlaubnis des Parks.

Für die Spielpause packen

Nach dem Wasserspielplatz ist Wechselkleidung praktisch. Beaufsichtigt kleine Kinder im Streichelzoo beim Anfassen der Tiere und beachtet die Hinweise des Personals.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Geht den Rundweg in eurem eigenen Tempo. Auf einer Fütterungsrunde bekommt ihr zusätzliche Erklärungen und erlebt die Tiere beim Fressen. Lasst euch trotzdem genug Zeit für die Tiere, die eure Familie besonders interessieren.
Tageskarten gibt es an der Kasse und auch online. Kinder unter drei Jahren brauchen kein Ticket. Auf der offiziellen Preisseite findet ihr die aktuellen Kosten für eure Familie und erfahrt, welche Nachweise ihr für Ermäßigungen benötigt.
Die vorgestellten Tiere gehören zum Tierbestand des Wildparks und werden in Gehegen gehalten. Beobachtet sie von den Besucherwegen und den freigegebenen begehbaren Anlagen aus, respektiert Absperrungen und lasst ruhende Tiere ungestört.
Wenn ihr gern einen großen Teil des Tages draußen verbringt, ja. Wasserdichte Schuhe und mehrere Kleidungsschichten helfen auf den Naturwegen. Fragt vor eurem Besuch nach Sitzmöglichkeiten im Innenbereich, denn während des Umbaus verändert sich das Angebot der Jägerstube.

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