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ZooNiedersachsen, Deutschland

Wingster Waldzoo

Im Wingster Waldzoo lässt sich ein überschaubarer Familienausflug mit Tierbegegnungen und einem Spaziergang durch den Wald verbinden.

Über diesen Ort

Im Wingster Waldzoo lässt sich ein überschaubarer Familienausflug mit Tierbegegnungen und einem Spaziergang durch den Wald verbinden. Der fünf Hektar große Zoo liegt am bewaldeten Deutschen Olymp in Wingst. Beginnt im Hauptpark: Im Streichelzoo und in den begehbaren Alpaka- und Krallenaffengehegen gibt es für Kinder viel zu entdecken, bevor es in die hügeligere Taiga geht. Pfauen, Hühner und Kaninchen können euch auf den Wegen begegnen. Lasst ihnen Zeit und Platz zum Vorbeigehen.

Das Waldthema zieht sich durch den ganzen Besuch. Im Bambuswald leben Tiere aus Südostasien und Ozeanien; die kleinen Tropenhäuser widmen sich vor allem Waldbewohnern aus Mittel- und Südamerika. Neben vertrauten Haustieren könnt ihr im Hauptpark nach Zwergottern, Gibbons und dem Ozelot Ausschau halten. In der Taiga führen bewaldete Wege zu Raubtieren des Nordens: Braunbären, Wölfen und Polarfüchsen. Hebt euch dafür etwas Kraft auf, denn Schotterwege und Steigungen machen diesen Teil deutlich anstrengender als den Rundgang durch den Hauptpark.

Auch die Erhaltungszucht lohnt einen genaueren Blick. Der Zoo beteiligt sich an Zuchtprogrammen für bedrohte Tiere, darunter Prinz-Alfred-Hirsche, Visayas-Mähnenschweine und Edwardsfasane. Vielleicht wählt ihr eines dieser weniger bekannten Tiere zu eurem Familienliebling und vergleicht die Gehegebeschilderung mit dem, was ihr selbst beobachten könnt. Die überschaubare Größe kommt euch dabei entgegen: Ihr könnt länger an einem Gehege bleiben, eine Spielpause machen und später zurückkommen, statt von Tier zu Tier zu eilen. Mach deinen Besuch zur Safari! Nutze die Snappit-App, um Wildtier-Sichtungen hier zu scannen und zu loggen.

Der Zoo in Wingst eröffnete am 22. Juni 1972 als Baby-Zoo unter der Leitung der Tierhandelsfirma L. Ruhe. Neben dem Besuchsbetrieb wurden dort Jungtiere von Hand aufgezogen und verkauft. Nach der Insolvenz der Firma übernahm 1994 die Gemeinde den Zoo und setzte auf dauerhafte Tierhaltung und Zucht. Der Wolfs- und Bärenwald eröffnete 2007. Seit 2017 wird der Zoo schrittweise auf das Thema Wald ausgerichtet; seit 2022 heißt er Wingster Waldzoo.

Was ihr hier machen könnt

Schaut zuerst auf den Zooplan und sucht gemeinsam ein paar Tiere aus, die ihr unbedingt sehen möchtet. In den begehbaren Gehegen lohnt es sich, ruhig zu beobachten. Bleibt in den Besucherbereichen und beachtet Tore und Hinweise. Jüngere Kinder können den Streichelzoo mit seiner Junior-Tierpfleger-Ausstattung erkunden und danach auf den Spielplatz neben dem Kiosk gehen. Besucht eines der geöffneten Tropenhäuser und entscheidet anschließend, ob alle noch genug Energie für die Taiga haben. Probiert dort verschiedene öffentliche Einblicke ins Wolfsgehege aus und fragt nach der kommentierten Bärenfütterung des Tages. Hinter dem Bärengehege liegt ein zweiter Spielplatz. Wenn ihr gern rätselt, holt euch an der Kasse den Spielkoffer für „Kattarinas Futtersuche“. Die Hinweise führen durch den Zoo; bei den kniffligeren Aufgaben müssen Erwachsene oder ältere Jugendliche mithelfen.

Saisonale Infos

Der Zoo ist ganzjährig geöffnet. Startet in der dunkleren Jahreszeit früher und zieht euch für die Wege im Freien passend an. Der neue begehbare Lemurenwald ist noch im Bau; die Eröffnung ist für März/April 2027 geplant. Prüft den aktuellen Stand, bevor ihr eigens dafür anreist. Auf dem Zooplan ist außerdem das Gebäude mit Terrarien und Flughunden als im Umbau gekennzeichnet.

Barrierefreiheit

Im älteren Parkteil wechseln sich Asphalt, Pflaster und verdichteter Wegekies ab. Stellenweise gibt es Unebenheiten oder von Wurzeln angehobene Bereiche. Bei manchen Türen und Toren kann Hilfe nötig sein. Die Treppe am Schildkrötengehege lässt sich umgehen beziehungsweise umfahren. Die Aussichtsplattform bei Makaken und Dingos sowie der Wolfsturm sind nur über Treppen erreichbar. Am Wolfsgehege gibt es auch einen ebenerdigen Unterstand zum Beobachten. Die steileren Schotterwege der Taiga können mit Rollstuhl oder Kinderwagen anstrengend sein. Nahe der Kasse befinden sich ein behindertengerechtes WC und ein Wickelbereich. Einen kostenlosen Leihrollstuhl könnt ihr vorab reservieren.

Nicht verpassen

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Tiere aus der Nähe

Begehbare Alpaka- und Krallenaffengehege sowie ein Streichelzoo für jüngere Kinder.

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Raubtiere im Wald

Bären, Wölfe und Polarfüchse prägen die hügeligere Taiga.

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Wege passend zur Familie

Ein 800 m langer Rundweg im Hauptpark und ein separat erfasster 250-m-Weg im Bären- und Wolfswald; Abstecher verlängern den Besuchsweg.

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Spielpausen zwischendurch

Zwei Spielplätze helfen euch, den Besuch in kindgerechte Etappen aufzuteilen.

Zwei proportionale Balken vergleichen 800 m Rundweg mit 250 m Bären- und Wolfswald. Darunter maximale Längsneigung: 7 Prozent und 18 Prozent, jeweils über 10 m.

Die erfassten 250 m im Bären- und Wolfswald sind kürzer, aber stellenweise steiler als der 800-m-Rundweg. Die Maximalsteigungen gelten jeweils für 10 m. Zusätzliche Wege und Abstecher sind nicht eingerechnet.

Original editorial graphic prepared for Snappit; factual sources: Reisen für Alle / Bayern Tourist GmbH; published by Tourismus GmbH Wingst; Tourismus GmbH Wingst / Wingster Waldzoo

Spaziergänge und Routen

Rundweg im Hauptpark

Für einen kürzeren Tierbesuch bietet sich der Hauptpark an, mit Stopps am Streichelzoo, im Tropenhausbereich und an den Gehegen, die euch besonders interessieren.

Umgeht oder umfahrt die Treppe am Schildkrötengehege. Die erhöhte Plattform bei Makaken und Dingos könnt ihr auslassen; sie ist nur über Stufen erreichbar.

Rundweg im Hauptpark

Weg durch den Bären- und Wolfswald

Nehmt die bewaldeten Raubtiergehege dazu, wenn alle noch Kraft für den hügeligeren Abschnitt haben. Der Spielplatz hinter den Bären bietet sich als Pause an.

Nutzt den ebenerdigen Einblick ins Wolfsgehege, wenn Treppen für euch nicht infrage kommen. Leihbollerwagen bleiben im Hauptpark.

Weg durch den Bären- und Wolfswald

Ein kürzerer Besuch mit jüngeren Kindern

Beginnt bei den Haustieren und in einem begehbaren Gehege. Sucht euch einen Halt im Tropenhausbereich aus und lasst anschließend genug Zeit für den Spielplatz neben dem Kiosk. Zum Schluss geht ihr noch einmal zu dem Tier, das die Kinder am liebsten wiedersehen möchten.

Ein entspannter halber Zootag

Erkundet zuerst den Hauptpark und macht eine Essenspause. Nehmt dann die Taiga dazu, wenn die Steigungen zu eurer Gruppe passen. Fragt nach der Bärenfütterung, bevor ihr entscheidet, wann ihr bergauf geht. Lasst am Ende noch Zeit für einen zweiten Blick in ein Lieblingsgehege.

Aktivitäten

„Kattarinas Futtersuche“ gemeinsam lösen

Etwa 20 Hinweise führen durch den Zoo. Ein Koffer reicht für bis zu fünf Personen. Erwachsene oder ältere Jugendliche übernehmen die schwierigeren Rätsel, jüngere Kinder können nach Hinweisen suchen. Lösungshilfen findet ihr auf der im Koffer genannten Website.

Ein Tierpfleger-Vormittag ab 15 Jahren

Das vorab gebuchte Erlebnis „Tierpfleger für einen Tag“ beginnt um 8 Uhr und führt durch die verschiedenen Zoobereiche. Dazu gehören Futtervorbereitung, Gehegereinigung und Kontrollen. Ein Mittagessen und ein Getränk sind inbegriffen; danach könnt ihr den Zoo selbst erkunden. Tragt eng anliegende Kleidung für draußen und zum Wetter passende Schuhe.

Ein kleines Beobachtungsheft führen

Wählt drei Tiere aus verschiedenen Zoobereichen. Schreibt oder zeichnet auf, was jedes Tier gerade tut, wo es ruht und was ihr noch wissen möchtet. Vergleicht eure Notizen in einer Spielpause und besucht anschließend ein Gehege noch einmal.

Bei Schauern flexibel bleiben

Wechselt zwischen kurzen Wegen im Freien, geöffneten Tropenhäusern und einer Café-Pause. Wenn starker Regen die Waldwege unangenehm macht, konzentriert euch auf den Hauptpark und hebt euch die Taiga für einen anderen Tag auf.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Bleibt ein paar Minuten ruhig am Bärengehege stehen, bevor ihr weitergeht. Wenn die kommentierte Fütterung an diesem Tag stattfindet, könnt ihr euch von den Tierpflegern erklären lassen, was gerade zu beobachten ist.

Probiert neben den anderen zugänglichen Aussichtspunkten auch den ebenerdigen Unterstand aus. Ein anderer Blickwinkel kann mehr bringen als langes Warten an einer Scheibe. Den Turm könnt ihr auslassen; er ist nur über Treppen erreichbar.

Nehmt den Polarfuchs mithilfe des Zooplans in euren Taiga-Rundgang auf. Schaut euch das Gehege erst in Ruhe an, bevor ihr entscheidet, später wiederzukommen. Kleinere Tiere übersieht man bei einem schnellen Rundgang leicht.

Beobachtet die Gruppe vom Besucherweg aus und achtet darauf, was die einzelnen Tiere gerade tun. Ihr könnt auch ohne die erhöhte Aussichtsplattform ins Gehege schauen; diese ist nur über Stufen erreichbar.

Nehmt euch beim Ozelot Zeit. Schaut von den zugänglichen Besucherbereichen aus und lasst euren Augen einen Moment zum Suchen. Falls das Tier verborgen bleibt, könnt ihr später noch einmal vorbeikommen.

Lest die Informationen zum Artenschutz und vergleicht diese Tiere mit den Hausschweinen im Zoo. Lasst die Kinder eine sichtbare Gemeinsamkeit und einen Unterschied nennen, ohne die Tiere anzulocken.

Auf dem Plan sind die Hirsche zusammen mit Muntjaks eingezeichnet. Nutzt die Gehegeschilder, um sie zu unterscheiden. Sucht euch dann ein Tier aus, dem ihr ruhig mit den Augen folgt, statt die ganze Gruppe herbeizurufen.

Plant neben den größeren Säugetieren auch für diesen kleineren Vogel einen eigenen Halt ein. Lest über die Zuchtarbeit des Zoos und schaut dann geduldig ins Gehege. Klopft nicht und versucht nicht, den Vogel in Bewegung zu bringen.

Schaut auf den aktuellen Zooplan und fragt am Eingang, wo ihr die Kattas während der Bauarbeiten sehen könnt. Ihr geplanter Umzug in den neuen Lemurenwald bedeutet noch nicht, dass der begehbare Bereich bereits geöffnet ist.

Lasst jedes Kind ein Erdmännchen auswählen und eine Minute lang beobachten. Vergleicht danach, was euch aufgefallen ist. So wird aus einem kurzen Halt eine kleine Entdeckungsrunde, ganz ohne zusätzliches Material.

Wenn die Otter aktiv sind, schaut genau hin, wie sie beim Erkunden oder Fressen ihre Vorderpfoten einsetzen. Lasst die Kinder jeweils ein Tier beobachten, statt jeder Bewegung im Gehege folgen zu wollen.

Geschichten und Entdeckungen

Der Naturschutz endet nicht am Gehegezaun: Nahe dem Parkplatz und dem Eingang hat der Zoo Flächen für Insekten eingesät und bepflanzt. Weitere Pflanzungen liegen am Weg zur Taiga. Schaut von den öffentlichen Wegen aus und lasst Blumen und Insekten ungestört.

Der Bären- und Wolfswald ist älter als das heutige Waldkonzept: Er eröffnete 2007, zehn Jahre bevor die umfassendere Ausrichtung auf das Thema Wald begann.

Die passende Jahreszeit

Plant an Winter-Wochentagen einen kürzeren Besuch bei Tageslicht und verlasst euch nicht auf den Kiosk mit warmen Speisen. Wenn ihr den Zoobesuch mit einer Veranstaltung verbinden möchtet, prüft vorher den aktuellen Kalender und die jeweiligen Eintrittsbedingungen.

Anreise und praktische Tipps

Das Café neben dem Eingang bietet Getränke, süße Kleinigkeiten und Waffeln. Am Kiosk im Hauptpark gibt es einfache warme Speisen. Toiletten und Wickelmöglichkeit befinden sich am Eingang; fragt dort auch nach Leihrollstuhl oder Bollerwagen.

Mit dem Auto kommt ihr über die B73 zwischen Stade und Cuxhaven und folgt der Beschilderung nach Wingst und zum Zoo. Mit der Bahn steigt ihr am Bahnhof Wingst aus. Plant mit kleinen Kindern, Gepäck oder Mobilitätshilfen mehr Zeit für den Fußweg ein.

Reserviert den Leihrollstuhl vorab, wenn ihr ihn benötigt. Am behindertengerechten WC gibt es eine kleine Türschwelle. Prüft im ausführlichen Bericht zur Barrierefreiheit, ob die Ausstattung zu euren Anforderungen passt. Besprecht auch einen Besuch mit Assistenzhund oder eine passende Führung vorher mit dem Zoo.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Mit Auto oder Bahn anreisen

Die Adresse lautet Am Olymp 1, 21789 Wingst; Parken ist kostenlos. Vom Bahnhof Wingst an der RE5-Strecke Hamburg–Cuxhaven sind es etwa 1,2 km, für Erwachsene rund 15 Gehminuten. Prüft eure Zugverbindung.

Steigungen einplanen

Der Rundweg im Hauptpark erreicht auf 10 m bis zu 7 % Steigung, der Weg im Bären- und Wolfswald auf 10 m bis zu 18 %. Leihbollerwagen dürfen nur im Hauptpark genutzt werden.

Essenspause planen

Das Café am Eingang ist auch im Winter geöffnet. Der Kiosk mit warmen Speisen öffnet von November bis Februar normalerweise nur am Wochenende sowie in den Weihnachts- und Winterferien.

Nur im Streichelzoo füttern

Verwendet ausschließlich das Zoofutter von der Kasse oder aus dem Café und gebt es nur den Schafen und Ziegen im Streichelzoo. Andere Tiere dürfen es nicht bekommen.

Haushunde bleiben zu Hause

Wegen der frei laufenden Tiere sind Hunde als Haustiere nicht erlaubt. Assistenzhunde dürfen mit; besprecht euren Weg und die Einzelheiten vorher mit dem Zoo.

Passende Eintrittskarte wählen

Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt. Die Familientageskarte gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 3–17 Jahren. Prüft vor dem Kauf die aktuellen Preise und mögliche Gästekarten-Ermäßigungen.

Früh mit dem Rätseln beginnen

Für die Escape-Rallye braucht ihr keine Voranmeldung. Holt den Koffer aber mindestens zwei Stunden vor Zooschluss ab. Bis zu fünf Personen können gemeinsam spielen; Miete und ein rückzahlbares Pfand kommen hinzu.

Den Besuch flexibel halten

Fragt am Eingang nach Bärenfütterung und Bauarbeiten. Plant lieber einen späteren zweiten Blick auf ein Gehege ein, als lange zu warten, wenn gerade kein Tier zu sehen ist.

Häufig gestellte Fragen

Ja, wenn ihr euch auf einige Tiere im Hauptpark konzentriert. Hebt euch die Taiga für einen längeren Besuch auf, falls Steigungen oder müde Beine den Ausflug erschweren würden.
Ja. Es gibt weitere Einblicke, darunter einen ebenerdigen Unterstand mit Glasscheibe. Der Weg in die Taiga führt trotzdem über die dortigen ansteigenden Waldwege.
Für „Tierpfleger für einen Tag“ gilt ein Mindestalter von 15 Jahren, auch in Begleitung eines Erwachsenen. Das Programm beginnt um 8 Uhr und umfasst einen Vormittag mit echten Tierpfleger-Aufgaben. Fragt dafür vorab einen Termin an. Für jüngere Gruppen kommen stattdessen die Führungen der Zooschule infrage.
Der größte Teil des Besuchs findet draußen statt. Geöffnete Tropenhäuser bieten kurze Pausen im Trockenen. Plant mit Regenpausen und nehmt wetterfeste Kleidung mit; das Gebäude mit Terrarien und Flughunden ist als im Umbau gekennzeichnet.

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