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ZooBerlin, Deutschland

Zoo Berlin

Kommt wegen der Pandas in den Zoo Berlin und lasst euch dann Zeit für die Tierhäuser und die kleineren Entdeckungen, die einen gelungenen Ausflug ausmachen.

Über diesen Ort

Kommt wegen der Pandas in den Zoo Berlin und lasst euch dann Zeit für die Tierhäuser und die kleineren Entdeckungen, die einen gelungenen Ausflug ausmachen. Alte Bäume, historische Gebäude und moderne Tieranlagen liegen hier dicht beieinander. Bevor ihr zu eurem Lieblingstier aufbrecht, schaut gemeinsam auf den Zoo-Plan und sucht euch ein paar Schwerpunkte aus. Wer jedes Gehege abhaken möchte, verpasst leicht, wie abwechslungsreich dieser Ort ist.

Der Panda Garden ist ein naheliegender erster Halt. Deutschlands einzige Große Pandas haben Klettergelegenheiten, Wasserbecken und Rückzugsbereiche. Wenn in der Anlage gerade wenig los oder kein Tier zu sehen ist, schaut später noch einmal vorbei. Beobachtet beim Fressen, wie ein Panda den Bambus festhält: Ein umgebildeter Handwurzelknochen funktioniert wie ein zusätzlicher Daumen. Das Tier, das am Nachmittag scheinbar kaum etwas tut, ist beim Fressen erstaunlich spezialisiert.

An der Nashorn-Pagode ragt ein 25 Meter hoher Turm über bepflanzten Wasserläufen auf. Zu diesem größeren Anlagenbereich gehören neben den Panzernashörnern auch Flachlandtapire und Visayas-Pustelschweine. Wenn ein Nashorn badet, eröffnet das Unterwasserfenster einen ungewöhnlichen Blick auf das Tier. In der benachbarten Hippo Bay könnt ihr durch große Scheiben unter den Glaskuppeln ebenfalls beobachten, wie sich ein schweres Landsäugetier unter Wasser bewegt.

Im Reich der Jäger begegnet ihr Löwen, Tigern und Jaguaren und erfahrt an Mitmachstationen mehr über ihre Jagd und ihre Sinne. Im Nachttierhaus darunter lohnt es sich, langsam zu gehen und den Augen etwas Zeit zur Gewöhnung an die Dunkelheit zu lassen. In der Welt der Vögel erwartet euch wieder eine ganz andere Atmosphäre: Zwei Freiflughallen, Rufe aus verschiedenen Richtungen und interaktive Stationen lenken den Blick auch nach oben. Alle diese Tiere leben in betreuten Zooanlagen; es handelt sich nicht um frei lebende Tiere im umliegenden Stadtgebiet. Besuch geplant? Lade die Snappit-App herunter, um Wildtiere vor Ort in Echtzeit zu bestimmen.

Der Zoo Berlin eröffnete am 1. August 1844 als erster Zoo Deutschlands. Das 1872 eröffnete Antilopenhaus ist sein ältestes erhaltenes Gebäude. Sein neomaurischer Stil stammt aus einer Zeit, in der Zooarchitektur ferne Länder anklingen lassen sollte. Die Dauerausstellung zur Zoogeschichte ordnet auch schwierige Kapitel ein, darunter die Unterstützung des Nationalsozialismus durch den Zoo und die Zerstörungen im Krieg. Nur 91 von mehr als 4.000 Tieren überlebten den Zweiten Weltkrieg. Das Aquarium Berlin kam 1913 hinzu. Neuere Anlagen wie der Panda Garden und die Nashorn-Pagode zeigen, wie sich das Gelände bis heute verändert.

Was ihr hier machen könnt

Für einen abwechslungsreichen Tag ab Löwentor könnt ihr mit der Nashorn-Pagode und der Hippo Bay beginnen. Weiter geht es zur Welt der Vögel und zum Streichelzoo Hans im Glück, bevor ihr am Abenteuerspielplatz und an der Waldschänke eine ausgiebige Pause einlegt. Nach dem Mittagessen bleibt Zeit für Robben und Pinguine, den Panda Garden und das Reich der Jäger. Passt diese Reihenfolge mit dem Zoo-Plan an, wenn ihr eine bestimmte Fütterung sehen möchtet. Kommt ihr durch das Elefantentor, bieten sich Raubkatzen und Pandas als erste beiden Stationen an.

Sucht euch aus dem Tagesprogramm eine Fütterung oder ein Training aus, statt mehreren Terminen hinterherzulaufen. Panda-Talks, die Flusspferdfütterung und das Training der Kalifornischen Seelöwen zeigen euch ganz unterschiedliche Seiten der Tiere. Termine und saisonales Angebot können sich ändern. Dazwischen könnt ihr Kindern eine kleine Beobachtungsaufgabe geben: Wie bewegt sich ein Pinguin an Land und unter Wasser? Oder findet ihr ein Tier, das sein Futter mit Füßen, Maul oder Rüssel festhält?

Plant auch Zeit für das Schnabelrad, die Stationen zum Vogelzug und den Vogelbaukasten ein. Lasst im Streichelzoo Hans im Glück die Hoftiere von selbst zu euch kommen und respektiert ihre Rückzugsbereiche. Füttert die Tiere nicht. Kletterwege, Rutschen und Hängebrücken auf dem Spielplatz sorgen für Abwechslung. Für einen ruhigeren Abschluss bietet sich das Antilopenhaus mit seiner Ausstellung zur Zoogeschichte an. Danach könnt ihr noch einmal bei dem Tier vorbeischauen, das vorhin geschlafen hat.

Saisonale Infos

Bei Regen oder Kälte bieten die Tierhäuser geschützte Zwischenstopps. Die Wege dazwischen liegen trotzdem im Freien. Die Modernisierung des Aquariums wurde im August 2026 abgeschlossen. Für diesen wettergeschützten Besuch braucht ihr ein Aquarium-Ticket oder ein Kombiticket. Schaut vor der Anreise in die aktuellen Einschränkungen und Nachrichten des Zoos, da Bauarbeiten einzelne Bereiche betreffen können.

Tierhäuser und Restaurants schließen 30 Minuten vor dem Zoo. Nach Einlassschluss steht nur noch das Elefantentor als Ausgang zur Verfügung. Das ist wichtig, wenn ihr am Bahnhof Zoologischer Garten hereingekommen seid. Am 24. Dezember schließt der Zoo um 14:00 Uhr.

Barrierefreiheit

Beide Zooeingänge sind barrierefrei zugänglich, und viele Wege lassen sich ohne Stufen nutzen. Historisches Kopfsteinpflaster und die Böden in begehbaren Tieranlagen können jedoch hinderlich sein. Der Panda Garden ist stufenlos zugänglich. Das gilt auch für die Nashorn-Pagode, die allerdings unebene Flächen und eine schwache Innenbeleuchtung hat. An der Hippo Bay gibt es eine Eingangsschwelle; im Affenhaus liegen Rampen mit mehr als 6 % Steigung. Ein Aufzug führt ins Nachttierhaus. Dort erfordern Dunkelheit und niedrige Hindernisse besondere Aufmerksamkeit. Der Streichelzoo ist nicht vollständig mit dem Rollstuhl zugänglich.

Auf dem Gelände gibt es barrierefreie Toiletten und zahlreiche Bänke. Einen kostenlosen manuellen Rollstuhl solltet ihr vorab reservieren; dafür sind ein Pfand und die geltenden Gewichtsgrenzen zu beachten. Eine Möglichkeit zum Wechseln von Inkontinenzmaterial bei Jugendlichen oder Erwachsenen gibt es nicht. Prüft auf der ausführlichen Seite „Zoo für alle“, was für eure Hilfsmittel und Bedürfnisse wichtig ist.

Nicht verpassen

1

Panda Garden

Beobachtet die Bären beim Bambusfressen, Klettern oder Ruhen. Sie haben auch Rückzugsbereiche.

2

Blicke unter Wasser

Haltet an der Nashorn-Pagode nach badenden Nashörnern und in der Hippo Bay nach abgetauchten Flusspferden Ausschau.

3

Welt der Vögel

Erkundet die Freiflughallen, vergleicht Schnäbel und erfahrt, wie der Vogelzug funktioniert.

4

Historisches Antilopenhaus

Verbindet die Beobachtung von Giraffen und Antilopen mit einer Ausstellung über die Vergangenheit des Zoos.

Spaziergänge und Routen

Ein flexibler Zootag ab Löwentor

Beginnt mit der Nashorn-Pagode und der Hippo Bay, geht weiter zur Welt der Vögel und zu Hans im Glück und macht dann am Spielplatz und an der Waldschänke Pause. Plant Robben und Pinguine, den Panda Garden und das Reich der Jäger rund um die Fütterung oder das Training ein, das ihr sehen möchtet. Wenn noch Energie übrig ist, nehmt das Antilopenhaus dazu. Folgt der aktuellen Beschilderung und plant den Abschluss in Richtung Elefantentor, wenn ihr nach Einlassschluss bleibt.

Aktivitäten

Welchen Schnabel würdet ihr wählen?

Probiert in der Welt der Vögel gemeinsam das Schnabelrad aus. Überlegt euch eine Aufgabe beim Fressen, etwa einen Samen zu knacken oder etwas Kleines aufzupicken. Welche Schnabelform würde dabei helfen? Prüft eure Idee an der Station und sucht danach einen lebenden Vogel mit einem ähnlichen Schnabel. Zum Abschluss könnt ihr den Vogelbaukasten ausprobieren, wenn er verfügbar ist.

Drei Arten, sich im Wasser zu bewegen

Vergleicht im Laufe des Tages einen Pinguin, einen Seelöwen und ein Flusspferd. Wer benutzt Flügel wie Paddel? Wer steuert mit Flossen? Stößt sich das Flusspferd vom Boden ab? Zeichnet eine Bewegung, statt jedes Tier fotografieren zu wollen. Wenn ein Tier ruht, macht auch das zum Teil eurer Beobachtung, anstatt auf eine Vorführung zu warten.

Illustrierter Großer Panda im Sitzen mit Bambus in den Vorderpfoten. Zwei nummerierte Linien zeigen auf die greifende Pfote und das Maul. Die deutschen Hinweise erklären die Stützfunktion des vergrößerten Handwurzelknochens und die kräftigen Kiefer; als Aufgabe zählt ihr die Griffwechsel. Allgemeine KI-Artdarstellung.

Wie hält der Große Panda seinen Bambus? Beobachtet im Panda Garden den Wechsel zwischen Greifen und Kauen. Originale KI-Artdarstellung, keine Aufnahme eines Tieres oder einer Anlage des Zoo Berlin.

Illustration: KI-generiert für Snappit. Redaktion und Satz: Snappit. Fakten: Zoo Berlin; Smithsonian’s National Zoo; Endo et al. (1996).

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Beobachtet, wie ein Panda Bambus mit den Vorderpfoten festhält, und sucht anschließend auf den Infotafeln nach der Erklärung seines zusätzlichen Daumens am Handgelenk. Ruhephasen sind normal, und die Bären können sich in nicht einsehbare Bereiche zurückziehen.

Schaut euch die Hautfalten des Panzernashorns an, die wie Panzerplatten wirken. Wenn ein Tier badet, probiert das Unterwasserfenster aus und vergleicht den Blick anschließend mit dem von draußen.

Achtet auf den borstigen Kamm des Ebers und die Verdickungen im Gesicht, denen dieses philippinische Schwein seinen Namen verdankt. Seine Anlage gehört zum größeren Bereich rund um die Nashorn-Pagode. Überseht es nicht auf dem Weg zu den großen Säugetieren.

Vergleicht den Körperbau des Jaguars mit dem der anderen Raubkatzen und schaut sowohl in die bepflanzten Bereiche als auch zum Wasserbecken. Erwartet dabei keine ständige Bewegung. Jaguare können gut schwimmen und klettern.

Lasst euren Augen erst Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, bevor ihr nach dem Erdferkel sucht. Seine lange Schnauze und die kräftigen Grabfüße helfen ihm bei der Suche nach Ameisen und Termiten. Beobachtet es ruhig, ohne seine Aufmerksamkeit auf euch zu lenken.

Schaut auf das Gehegeschild, um Brillenpinguine von den anderen Pinguinen im Zoo zu unterscheiden. Vergleicht denselben Vogel beim aufrechten Stehen und beim Schwimmen: Die kurzen Flügel treiben ihn durch Wasser statt durch Luft.

Beobachtet, wie Kalifornische Seelöwen an Land ihre Hinterflossen unter den Körper drehen, und vergleicht die Bewegung mit dem Schwimmen. Im Tagesprogramm findet ihr das Training mit den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Auch zwischen den Terminen lohnt es sich, ein paar Minuten zuzuschauen.

Schaut an den großen Fenstern sowohl unter als auch über die Wasserlinie. Flusspferde können sich am Beckenboden fortbewegen. Auch ein fast vollständig abgetauchter Kopf, bei dem nur Ohren, Augen und Nasenlöcher herausragen, lohnt einen genaueren Blick.

Sucht mithilfe der Beschilderung nach dem Balistar unter den Bewohnern des Vogelhauses. In seiner Artenschutzgeschichte spielen Lebensraumverlust und illegaler Wildtierhandel eine Rolle. So führt ein kleiner Vogel zu einer großen Frage: Wie können wir Tiere besser schützen?

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Den richtigen Zoo wählen

Dieser Guide führt in den Zoo Berlin am Bahnhof Zoologischer Garten in der City West. Der Tierpark Berlin ist ein anderes Ausflugsziel.

Mit Bus und Bahn anreisen

Vom Bahnhof Zoologischer Garten erreicht ihr das Löwentor am Hardenbergplatz. Das Elefantentor liegt an der Budapester Straße neben dem Aquarium. Prüft die BVG-Verbindungsauskunft; der Zoo hat keinen eigenen Besucherparkplatz.

Überlegt buchen

Online-Tickets sind günstiger als Karten an der Kasse, aber das gewählte Datum und ein eventuell gebuchtes Einlasszeitfenster sind verbindlich. Tageskarten lassen sich weder umbuchen noch erstatten. Bucht für jedes Kind unter vier Jahren ein kostenloses Ticket mit.

Zum Essen im Zoo bleiben

Eine Tageskarte gilt für einen einzigen Einlass. Plant also nicht, zum Essen hinauszugehen und später wiederzukommen. Die Waldschänke liegt am Spielplatz; außerdem gibt es weitere Restaurants und Imbissangebote.

Den eigenen Buggy mitbringen

Wickelmöglichkeiten sind im Zoo-Plan eingezeichnet. Einen Bollerwagen dürft ihr mitbringen, ausleihen könnt ihr im Zoo keinen. Im Aquarium sind Bollerwagen nicht erlaubt.

Hunde zu Hause lassen

Zertifizierte Assistenzhunde brauchen eine Sondergenehmigung vom Servicecenter am Löwentor. In begehbare Tieranlagen dürfen sie nicht mit.

Tiere schützen

Füttert keine Tiere und lasst Bälle und Luftballons zu Hause. Stört ruhende Tiere nicht in ihren Rückzugsbereichen.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Ihr braucht ein Kombiticket Zoo + Aquarium oder ein separates Aquarium-Ticket. Das Kombitagesticket gilt für beide Einrichtungen am selben Tag. Plant genug Zeit für zwei umfangreiche Besuche ein.
Kein Tier ist garantiert zu sehen oder aktiv. Pandas können sich zurückziehen, und an den Unterwasserfenstern gibt es nur dann etwas zu beobachten, wenn ein Tier ins Wasser geht. Lasst euren Plan offen genug, um später noch einmal vorbeizuschauen.
Wählt einen kürzeren Rundgang, der die Welt der Vögel, die Hippo Bay, das Reich der Jäger oder das Antilopenhaus verbindet. Nehmt Regenkleidung für die Wege im Freien mit. Das Aquarium ermöglicht mit dem passenden Ticket einen längeren Besuch im Trockenen.

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