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ParkHamburg, Deutschland

Altonaer Volkspark (Hamburg)

Im Altonaer Volkspark könnt ihr einen Waldspaziergang mit viel Platz zum Spielen und einem gemütlichen Gartenbesuch verbinden.

Über diesen Ort

Im Altonaer Volkspark könnt ihr einen Waldspaziergang mit viel Platz zum Spielen und einem gemütlichen Gartenbesuch verbinden. Große Teile des rund 205 Hektar großen Parks in Bahrenfeld wirken wie ein Wald: Wege verschwinden zwischen alten Bäumen, das Gelände steigt und fällt, und plötzlich öffnet sich der Blick über eine weite Wiese. Beginnt am Haupteingang an der August-Kirch-Straße und macht die Große Wiese zu eurem ersten Halt.

Hier kann erst einmal jeder in Ruhe ankommen. Im Schulgarten erwartet euch dann eine andere Atmosphäre: von Hecken eingefasste Beete, ein Pavillon mit Kupferdach und ein Brunnen mit Pinguinfiguren. Weiter im bewaldeten Gelände liegt der Tutenberg. Wer seine Stufen hinaufsteigt, blickt von oben in die umstehenden Bäume. Den eigenen Besuch im Dahliengarten hebt ihr euch am besten für die Blütezeit auf. Dort kann schon das Vergleichen der Blütenformen einen ganzen kleinen Ausflug füllen.

Auch ohne die benachbarten Sportstätten gibt es genug zu entdecken. Für das Volksparkstadion und die Arena gelten eigene Veranstaltungen und Zugangsbedingungen. Der Hauptfriedhof Altona grenzt an den Park, während Bornmoor einen weiter entfernten nördlichen Parkteil bildet. Beides müsst ihr bei eurem ersten Familienausflug nicht noch unterbringen. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.

Ferdinand Tutenberg begann 1914 mit der Anlage des Parks für die damals eigenständige Stadt Altona. Zwischen dicht bebauten Wohnvierteln fehlte es an Platz zur Erholung im Freien. Die erste große Wiese war 1915 fertig, wesentliche Teile des Parks folgten bis 1920. Der Ausbau setzte sich bis in die 1930er-Jahre fort. Vorhandener Wald sowie die durch Sand- und Kiesabbau geprägten Geländeformen beeinflussten die Gestaltung. Der Schulgarten lieferte Pflanzen für Naturkunde- und Zeichenunterricht. So bekam neben Spiel und Erholung auch das praktische Lernen seinen Platz. Der historische Parkteil südlich der Stadionstraße steht seit 2002 als Gartendenkmal unter Schutz.

Was ihr hier machen könnt

Für einen entspannten ersten Besuch geht ihr von der August-Kirch-Straße zur Großen Wiese, spaziert an ihrem Rand entlang und folgt dann den Parkwegweisern zum Schulgarten. Sucht am Hauptweg des Gartens nach dem Pinguinbrunnen und betrachtet die Beete auch einmal vom Pavillon aus. Über dieselben Verbindungswege geht es zurück zur Wiese und zu eurem Eingang. Plant für diesen Vorschlag mit Garten, Wiese und Rückweg 60–90 Minuten ein. Wenn der Spielplatz im Mittelpunkt steht, darf es länger werden.

Für eine größere Runde ergänzt ihr einen Spaziergang auf den Waldwegen zum Tutenberg. Danach geht ihr auf demselben Weg zurück und schließlich wieder zum Eingang. Der Aufstieg über 50 Stufen ist freiwillig: Auch von unten lassen sich die Terrassen gut anschauen. Für den kombinierten Besuch mit Pausen sind 2–3 Stunden sinnvoll. Im Wald ist das Gelände hügeliger als bei der Variante rund um die Wiese. Diese Besuchsvorschläge haben keine vermessene Gesamtlänge. Wenn ihr lieber nach einer festen Strecke spaziert oder lauft, findet ihr im städtischen Parkfaltblatt auch Rundkurse von etwa 1,0 km und 2,3 km. Die Angaben gelten nur für die jeweiligen Runden, ohne Zuweg und Gartenabstecher. Nutzt dafür den Plan und die Wegmarkierungen vor Ort; die vorgeschlagene Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten ist kein ausgeschilderter Rundweg.

Sucht euch mit Kindern eine ruhige Stelle am Waldweg und hört erst einmal zu, bevor ihr nach Tieren Ausschau haltet. Vielleicht ruft ein Grünspecht aus den Bäumen oder sucht am Boden nach Nahrung. Ein Eichhörnchen kann ebenso schnell hinter einem Stamm verschwinden, wie es aufgetaucht ist. Bleibt auf dem Weg und lasst euch für solche Begegnungen Zeit.

Saisonale Infos

Im übrigen Park könnt ihr zu jeder Jahreszeit spazieren gehen. Der Dahliengarten hat eine kürzere Saison: normalerweise etwa ab August bis zum ersten Frost, häufig Ende Oktober. Das Wetter kann sowohl die Blüte als auch den Saisonabschluss beeinflussen. Schaut vor einer eigens dafür geplanten Anreise auf die Gartenseite des Bezirksamts Altona. Im Herbst verändern feuchte Blätter und nasser Kies den Untergrund. Beachtet vorübergehende Absperrungen und Hinweise auf Baumarbeiten.

Barrierefreiheit

Breite Asphalt- und Sandwege bieten verschiedene Möglichkeiten, im Park gibt es aber auch steile Abschnitte und Treppen. Beginnt an der Wiese, wenn ihr auf den Treppenaufstieg zum Tutenberg verzichten möchtet, und prüft die tatsächliche Steigung, bevor ihr weitergeht. Ein vollständig stufenloser Besichtigungsrundweg wird hier nicht zugesichert. Die verdichteten Kieswege im Dahliengarten eignen sich nur bedingt für Rollstühle und Gehhilfen, besonders bei Nässe. Auch wenn ein Eingang mit Kinderwagen gut nutzbar ist, gilt das nicht automatisch für jede Abkürzung durch den Wald.

Nicht verpassen

1

Große Wiese

Eine weite, von Linden gerahmte Rasenfläche mit Platz für Picknick, Spiele und einen Halt am Spielplatz.

2

Schulgarten

Eingefasste Blumenbeete, der Pinguinbrunnen und ein Pavillon mit acht Säulen laden zu einer kleinen Gartenentdeckung ein.

3

Tutenberg

50 Stufen führen auf den terrassierten Hügel. Reizvoll sind seine Form und die Waldkulisse; Bäume verdecken heute das frühere Stadtpanorama.

4

Dahliengarten

Im saisonal geöffneten Blumengarten findet ihr runde, spitze und offene Blütenformen für Nahaufnahmen vom Weg aus.

Ein offener Pavillon mit dunklem Spitzdach steht zwischen kegelförmig geschnittenen Gehölzen; davor blühen rote und weiße Blumen, seitlich verlaufen helle Gartenwege.

Im Schulgarten wechselt die Stimmung: Schaut euch den Pavillon und die gestalteten Beete an. Aufnahme vom 29. August 2020.

Abubiju / Wikimedia Commons / CC0 1.0 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Wiese, Schulgarten und zurück

Beginnt am Haupteingang an der August-Kirch-Straße. Nutzt die Wege am Rand der Großen Wiese und folgt dann den Parkwegweisern zum Schulgarten mit Brunnen und Pavillon. Lasst Zeit für eine Pause, statt jedes Beet abgehen zu wollen.

Prüft vor Ort die Steigungen und die Festigkeit des Untergrunds. Kehrt auf demselben Weg um, wenn ihr mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht gut weiterkommt oder euch der Weg zu Fuß zu schwerfällt.

Erweiterung durch den Wald zum Tutenberg

Verbindet vom selben Eingang an der August-Kirch-Straße aus den Besuch von Wiese und Schulgarten mit einem Weg zum Tutenberg. Orientiert euch am Parkplan und nutzt offene öffentliche Wege. Schaut euch den Hügel von unten an und steigt nur dann über die Terrassenstufen hinauf, wenn sich alle damit wohlfühlen.

Lasst den Treppenaufstieg mit Rollstuhl oder Kinderwagen aus. Auch der bewaldete Zuweg ist nicht als stufenlos oder steigungsarm bestätigt.

Dahliengarten mit Zeit für die Blüten

Beginnt während der Öffnungssaison am Eingang des Dahliengartens an der Ecke Luruper Chaussee und Stadionstraße. Folgt den offenen Gartenwegen zwischen den Beeten und nehmt euch Zeit für Beschilderung, Blütenformen und Farbkombinationen.

Nur bedingt für Rollstühle und Gehhilfen geeignet. Prüft den Untergrund, bevor ihr euch für eine vollständige Gartenrunde entscheidet.

Ein Bereich darf im Mittelpunkt stehen

Nehmt mit jüngeren Kindern die Variante mit Wiese und Schulgarten und nutzt die übrige Zeit zum Spielen. Wenn es euch vor allem um Blumen geht, beginnt stattdessen direkt am Dahliengarten. Wer alle weit auseinanderliegenden Bereiche verbinden möchte, ist womöglich mehr zwischen den Zielen unterwegs, als ihm lieb ist.

Aktivitäten

Blütenformen suchen

Lasst im Dahliengarten jeden eine runde Blüte, eine spitze und eine Lieblingsfarbkombination aussuchen. Fotografiert sie vom Weg aus und lest anschließend gemeinsam die Schilder. Vergleicht eure Bilder, statt Blumen zu pflücken.

Einen Park auf zwei Arten zeichnen

Skizziert die langen, geraden Baumreihen an der Wiese und danach einen verzweigten Waldweg. Welche Stellen wirken geplant, welche eher wild? Beides gehört zu demselben bewusst gestalteten Park.

Bei Schauern klein planen

Im Pavillon des Schulgartens könnt ihr bei einem Schauer kurz unterkommen, sofern er zugänglich ist. Der Besuch bleibt aber ein Ausflug im Freien. Verkürzt bei Dauerregen den Spaziergang oder plant ein eigenes Ziel im Trockenen. Bei starkem Wind oder Gewitter verschiebt ihr die Waldrunde besser, statt euch auf einen Gartenunterstand zu verlassen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Schaut von einem öffentlichen Weg aus auf den Übergang zwischen Grasflächen und Bäumen. Grüner Rücken, roter Scheitel und ein lachender Ruf sind gute Hinweise. Der Grünspecht sucht häufig am Boden nach Ameisen. Richtet euren Blick deshalb nicht nur auf die Stämme.

Bleibt an einem Waldweg kurz stehen und beobachtet sowohl die Stämme als auch den Boden. Im Herbst ist das Anlegen von Vorräten besonders interessant. Eichhörnchen können auch dunkelbraun sein; die Fellfarbe allein hilft bei der Bestimmung wenig. Lasst sie weiterziehen, ohne ihnen zu folgen oder Futter anzubieten.

Vielleicht seht ihr nur einen kurzen Flug zwischen den Bäumen. Breite Flügel und ein langer Schwanz können bei der Bestimmung helfen, doch ein flüchtiger Blick reicht nicht immer aus. Haltet Abstand und stört keine Aktivitäten am Nest.

Der vertraute, volle Ruf kann einen Waldkauz verraten, auch wenn ihr ihn nicht seht. Bei einem Familienausflug am Tag lässt er sich nicht verlässlich finden. Falls euch zufällig ein ruhender Vogel auffällt, beobachtet ihn kurz vom Weg aus und geht dann leise weiter.

Diese schlanke Eule hat auffällige Federohren, wenn sie aufgerichtet sind, und jagt überwiegend nachts. Freut euch über eine zufällige Begegnung. Durchsucht kein dichtes Gebüsch, versammelt euch nicht unter ruhenden Vögeln und spielt keine Rufe ab, um eine Reaktion auszulösen.

Füchse sind meist in der Dämmerung und nachts besonders aktiv. Macht eine Sichtung deshalb nicht zum Ziel eines Tagesausflugs. Wenn ein Fuchs einen offenen Weg kreuzt, bleibt stehen und lasst ihm freien Durchgang. Lasst euer Essen eingepackt.

Achtet im Frühling auf die gelben Blüten an der Großen Wiese. Mit der Lindenallee im Hintergrund entstehen schöne Bilder, ohne dass ihr in die Pflanzung treten müsst. Dieses Motiv umfasst Narzissen als Gruppe; eine bestimmte Art oder Sorte wird damit nicht zugesichert.

Wald, offenes Gras und angelegte Gärten

Im bewaldeten Kern finden Wildtiere Deckung, während offene Grasflächen und Gartenpflanzungen den Besuch abwechslungsreich machen. Lasst Unterwuchs und alte Bäume ungestört. Die Narzissen sind eine Kulturpflanzung, die genannten Tiere leben frei. In den Dahlienbeeten wachsen Gartensorten; sie werden hier nicht als eine einzelne Wildart geführt.

Geschichten und Entdeckungen

Unterricht, der im Freien wächst

Der Schulgarten lieferte früher echte Pflanzen für Naturkunde- und Zeichenstunden. Ein kleines Skizzenbuch passt deshalb gut hierher, besonders wenn Kinder einen Anlass brauchen, bei einer sonst leicht übersehenen Pflanze stehen zu bleiben.

Spuren des früheren Abbaus

Ein Teil der scheinbar natürlichen Hügel und Mulden entstand durch Sand- und Kiesabbau. Tutenberg bezog das unebene Gelände in die Parkgestaltung ein, anstatt alles zu einem herkömmlichen formalen Garten einzuebnen.

Die passende Jahreszeit

Jede Jahreszeit hat ihren Schwerpunkt

Im Frühling locken Narzissen an der Wiese und frisches Laub, im Sommer Schatten und Zeit zum Spielen. Während der Dahliensaison richtet ihr den Ausflug am besten nach der tatsächlichen Blüte und Öffnung des Gartens aus. Im Winter bietet sich ein kürzerer Waldspaziergang bei Tageslicht an, ohne mit dem saisonalen Garten oder einer geöffneten Einkehrmöglichkeit zu rechnen.

Anreise und praktische Tipps

Mit Picknick bleibt ihr flexibel

An der Wiese und auf Parkbänken könnt ihr Pausen einlegen. Bringt ausreichend Essen und Getränke für eure Gruppe mit; für Gastronomie und Minigolf gelten eigene Öffnungszeiten. Für diese Besuchsvorschläge ist keine verlässlich nutzbare barrierefreie Toilette bekannt. Klärt diesen Punkt deshalb vor der Anreise, wenn er für euch wichtig ist.

Die Anreise zum passenden Eingang

Sucht bei hvv nach August-Kirch-Straße für den Besuch an der Großen Wiese oder nach Stadionstraße für den Dahliengarten. Auch vom S-Bahnhof Stellingen ist eine Anreise möglich; rechnet dann den Fußweg durch das größere Parkumfeld mit ein. Prüft aktuelle Verbindungen und Störungen, statt euch auf alte Busliniennummern im Parkfaltblatt zu verlassen.

Kürzer heißt nicht immer leichter

Denkt schon bei der Wahl des Hinwegs an den Rückweg: Was ihr bergab geht, müsst ihr auf demselben Weg wieder hinauf. Im Hauptpark gibt es breite Wege ebenso wie unebenes Gelände. Lasst ungeeignete Abschnitte frühzeitig aus, statt auf einen leichteren Heimweg durch ein anderes Tor zu vertrauen.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Passenden Eingang wählen

Die August-Kirch-Straße eignet sich für Wiese und Schulgarten, die Stadionstraße für den Dahliengarten.

Busfahrt planen

Sucht in der aktuellen hvv-Auskunft nach eurem Eingang oder der passenden Haltestelle und rechnet den Fußweg mit ein.

Veranstaltungen beachten

Termine im Stadion oder in der Arena können die Anreise beeinflussen. Plant sie getrennt von einem ruhigen Parkbesuch.

Das Nötige einpacken

Nehmt Wasser, einen Snack und eine Sitzunterlage mit. Prüft vorher, ob ein eingeplanter Café- oder Toilettenstopp möglich ist.

Hunde anleinen

Außerhalb der ausgewiesenen Hundeauslaufbereiche gehört der Hund an die Leine.

Tieren Raum lassen

Beobachtet von öffentlichen Wegen aus, meidet Nester und ruhende Tiere und lockt Wildtiere weder mit Futter noch mit Rufen an.

Auf den Untergrund achten

Schuhe mit gutem Halt helfen auf feuchten Waldwegen und Stufen.

Den Rückweg merken

Prägt euch euren Eingang und die Wiese ein, bevor ihr die verzweigten Wege erkundet.

Häufig gestellte Fragen

Der öffentliche Park ist frei zugänglich, ebenso der Dahliengarten während seiner Öffnungssaison. Für Gastronomie, Minigolf, Stadionbesuche und andere eigenständig betriebene Angebote gelten eigene Bedingungen.
Sie leben in den bewaldeten Bereichen des Parks, bei einem gewöhnlichen Spaziergang am Tag könnt ihr aber auch keinem von ihnen begegnen. Betrachtet eine Sichtung als Zufall. Genießt Vogelstimmen und beobachtet Eichhörnchen, ohne nach Nestern, Bauen oder Tagesschlafplätzen zu suchen.
Plant im Winter keinen Besuch des Blumengartens ein. Nach der Blütesaison schließt er, und die Knollen werden für die Überwinterung ausgegraben. Der übrige Waldpark bietet dann einen anderen Ausflug.
Früher war das so, doch hohe Bäume verdecken heute die Fernsicht. Lohnend sind die Terrassenform, der Aufstieg und die bewaldete Umgebung.
Nein. Wiese, Schulgarten, der bewaldete Kernbereich und Dahliengarten lassen sich ohne Friedhofsdurchquerung besuchen. Plant den Friedhof und den weiter entfernten Parkteil Bornmoor als eigene Ziele.

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