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ParkNordrhein-Westfalen, Deutschland

CarlAlexanderPark (Baesweiler)

Im CarlAlexanderPark erwartet euch ein kurzer, durchaus sportlicher Aufstieg durch die Baumkronen mit weitem Blick über die ehemalige Bergbaulandschaft rund um Baesweiler.

Über diesen Ort

Im CarlAlexanderPark erwartet euch ein kurzer, durchaus sportlicher Aufstieg durch die Baumkronen mit weitem Blick über die ehemalige Bergbaulandschaft rund um Baesweiler. Startet am roten Bergfoyer: Das markante Gebäude findet ihr leicht wieder, und auf den Spielflächen daneben können alle erst einmal ankommen, bevor es bergauf geht.

Der Park hat zwei ganz unterschiedliche Seiten. Entlang der Landschaftsader locken große Schaukeln, Sand und Klettergeräte, während Erwachsene einen Sitzplatz finden. Weiter oben führen die Wege in den Wald auf der 80 Meter hohen Bergehalde. Stahlstege, Treppen und die auskragende Aussichtsplattform machen die Form dieser Bergbaulandschaft unmittelbar erlebbar, besonders beim Blick auf den steilen Hang unter euch.

Große Teile der Halde stehen unter Naturschutz. Zum Wald gehören frühere Anpflanzungen ebenso wie Pflanzen, die sich nach dem Bergbau von selbst angesiedelt haben. Auch offene Flächen und kleine Gewässer sind wichtig. Entdeckt diese Vielfalt von den öffentlichen Wegen aus. Die ruhigen Schutzbereiche machen den Ort auch dann interessant, wenn sich ihre Tiere nicht zeigen. Erkunde das Gelände wie ein Profi – lade die Snappit-App herunter, um Tiere und Pflanzen sofort zu bestimmen.

Die Zeche Carl-Alexander schloss 1975. In den folgenden Jahrzehnten breiteten sich auf großen Teilen des ehemaligen Industriegeländes Pflanzen aus, während sich die Pläne für seine Zukunft mehrfach änderten. Ein städtischer Gestaltungswettbewerb gab 2002 die Richtung vor: Erholung, geschützte Natur und neue Nutzungen rund um die Halde sollten zusammenkommen. Die Bauarbeiten begannen 2005; im Mai 2008 eröffnete der Park im Rahmen der EuRegionale. Die gezielt angelegten Besucherwege machen die Halde erlebbar und lassen zugleich große Bereiche als ruhigen Lebensraum für Tiere frei. 2009 erhielt das Projekt den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis.

Was ihr hier machen könnt

Wählt die 1,8 km lange Gipfelrunde, wenn Treppen und Höhe für euch kein Problem sind. Vom Bergfoyer geht es über den Schwebesteg und die Himmelsstiege zum Plateau und anschließend über den Bergpfad zurück. Dabei kommen 78 Höhenmeter im Aufstieg zusammen. Für einen längeren Spaziergang ohne Gipfeltreppe bietet sich der etwa 3,2 km lange Haldenrundweg an, der euch um die Halde und wieder zum Ausgangspunkt führt. Bei beiden Varianten bleibt Zeit zum Spielen unten im Park. Sucht oben im Panorama nach weiteren Halden, Feldern und Siedlungen und schaut euch beim Abstieg eine der Infotafeln am Weg an.

Saisonale Infos

Im Frühling und Frühsommer lohnt es sich, am Waldrand langsam zu gehen und zu lauschen. Nehmt im Sommer Wasser für den Aufstieg mit. Herbstlaub bringt Farbe, kann aber rutschige Stellen verdecken. Verkürzt im Winter den Ausflug, wenn Stufen oder Wege vereist sind. Auch ein ganzjährig geöffneter Park kann wetterbedingte Einschränkungen haben.

Barrierefreiheit

Der direkte Gipfelaufstieg führt über erhöhte Stege, steile Abschnitte und die Himmelsstiege mit 270 Stufen. Für Rollstühle und Kinderwagen ist er ungeeignet. Die Stadt nennt den separaten Bergpfad als Alternative ohne die Treppen. Auch das ist jedoch ein Weg bergauf: Seine angegebene Länge beträgt 1.054 m; eine maximale Steigung und Angaben zur durchgehenden Wegbeschaffenheit fehlen. Fragt vor einem Gipfelbesuch bei der Stadt nach, ob der Weg zu eurem Rollstuhl oder Kinderwagen passt und wie viel Unterstützung ihr braucht. Der untere Spielbereich ermöglicht einen einfacheren Ausflug ohne Aufstieg. Am Bergfoyer sind Toiletten angegeben. Klärt Öffnungszeiten und barrierefreie Ausstattung vorab, wenn ihr darauf angewiesen seid.

Nicht verpassen

1

Aufstieg durch die Baumkronen

Auf dem Schwebesteg kommt ihr dem Blätterdach nahe, bevor die Treppe zum Gipfel führt.

2

Bergplateau

Von der auskragenden Aussichtsplattform blickt ihr über die umliegende Bergbaulandschaft.

3

Landschaftsader

Große Schaukeln, Kletterangebote, Sand und Sitzplätze machen schon den Haldenfuß zu einem eigenen Ausflugsziel.

4

Natur auf ehemaligem Zechengelände

Wald, offene Flächen und geschützte Teiche zeigen, wie unterschiedlich sich ein Bergbaustandort entwickeln kann.

Breites 360-Grad-Panorama am Fuß der Halde: eine Infotafel steht zwischen Rasen und Bäumen, gepflasterte Wege laufen seitlich vorbei, rechts ist das rote Bergfoyer zu sehen.

CarlAlexanderPark im 360°-Panorama vom 22. Juli 2014. Die Aufnahme zeigt einen früheren Zustand der ehemaligen Bergbaulandschaft; sie ist keine aktuelle Wegekarte.

Sebastian Fiebak / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Creative Commons

Spaziergänge und Routen

Auf den Gipfel des CarlAlexanderParks

Startet am Bergfoyer, nehmt dort die Treppe und geht über die Hängebrücke zum Schwebesteg. Weiter geht es über die Himmelsstiege und den Gratweg bergauf zum Bergplateau. Macht auf der öffentlichen Aussichtsplattform eine Pause, bevor ihr absteigt.

Die vollständige Runde ist nicht stufenfrei. Wenn ihr Treppen vermeiden möchtet, müsst ihr den Bergpfad hinauf und wieder hinunter nutzen. Das ist eine andere Wegvariante, für die hier keine Gesamtlänge angegeben wird.

Auf den Gipfel des CarlAlexanderParks

Haldenrundweg: einmal um den Haldenfuß

Beginnt am Bergfoyer und geht von der Landschaftsader auf den äußeren Rundweg. Folgt dem Parkrand am Jugendcamp vorbei um die Süd-, West- und Nordseite der Halde. Nutzt den Parkplan der Stadt, um auf der Runde zu bleiben.

Für einen kurzen Besuch ohne Aufstieg könnt ihr an der Landschaftsader bleiben und bei Bedarf umkehren. Eine vollständige Prüfung der Barrierefreiheit des Rundwegs liegt nicht vor.

Haldenrundweg: einmal um den Haldenfuß

Ein entspannter halber Tag mit der Familie

Beginnt mit etwas Spielzeit und wählt dann entweder die Gipfelrunde oder den Haldenrundweg. Anschließend geht es zum Picknick oder, falls geöffnet, ins Bistro am Bergfoyer zurück. Etwa zwei bis drei Stunden sind ein flexibler Planungsvorschlag für einen Spaziergang und gemütliche Pausen.

Aktivitäten

Drei Motive für eure Fotos

Fotografiert von öffentlichen Wegen aus ein technisches Bauwerk der Bergbaulandschaft, eine Pflanze aus der Nähe und eine Landmarke in der Ferne. Vergleicht, wie sich der Blick zwischen Haldenfuß und Gipfel verändert.

Erst lauschen, dann schauen

Bleibt an einem sicheren Ruheplatz eine Minute still und zählt unterschiedliche Geräusche. Kinder können Vögel, Wind und das Treiben unten im Park auseinanderhalten, ohne jede Art bestimmen zu müssen.

Den Besuch kurz halten

Bei leichtem Regen bietet sich ein kurzer Besuch im unteren Park an, bei dem ihr auf demselben Weg zurückgeht. Falls das Bistro geöffnet ist, könnt ihr dort pausieren. Verschiebt den Weg über die erhöhten Stege bei starkem Wind, Gewitter oder Glätte. Für den gesamten Ausflug gibt es im Park keine verlässliche Alternative in Innenräumen.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

An einem freien Aussichtspunkt lohnt sich eine Pause mit Blick in den Himmel. Der Mäusebussard wurde hier am 23. Oktober 2016 beobachtet. Das ist ein älterer Nachweis und keine Zusage, dass heute ein Vogel über dem Gipfel kreist.

Schaut vom Weg aus über offene Grasränder und anschließend in die nahen Bäume. Der Grünspecht steht in der Exkursionsliste vom 23. Oktober 2016. Folgt einem Vogel nicht in gesperrte Waldbereiche.

Eine ruhige Pause am Unterholz kann sich mehr lohnen als zügiges Weitergehen. Das Rotkehlchen wurde am 23. Oktober 2016 beobachtet. Haltet Abstand und lasst einen Vogel selbst entscheiden, ob er näherkommt oder weiterfliegt.

Bei der Vogelerfassung 2025 wurde auf der Halde ein Nachtigallenrevier festgestellt. Lauscht im späten Frühling von einem öffentlichen Weg aus neben dichter Vegetation. Eine Nachtigall zu hören ist wahrscheinlicher, als sie gut fotografieren zu können. Lasst ihr Versteck ungestört.

Der Echte Steinklee wurde beim Parkspaziergang am 18. September 2011 notiert. Versteht das als älteren Wildpflanzennachweis und als mögliche Bestimmungsaufgabe an offenen Wegrändern. Dass die Pflanze heute dort wächst, ist damit nicht zugesichert.

Die Gewöhnliche Nachtkerze wurde am 18. September 2011 nachgewiesen. Wenn ihr gelbe Nachtkerzenblüten entdeckt, fotografiert vom Weg aus auch die Blätter und die ganze Pflanze. Heutige Funde sollten neu bestimmt werden.

Bei der Erfassung 2021, über die 2022 berichtet wurde, pflanzten sich hier Kreuzkröten fort. Der helle Rückenstreifen hilft bei der Bestimmung. Die geschützten Teiche sind jedoch keine Beobachtungsstationen für Besucher. Lernt die Tiere kennen, ohne abgesperrte Bereiche zu betreten oder unter Gegenständen nach ihnen zu suchen.

Bei der Untersuchung 2021 wurden auch Geburtshelferkröten gefunden, darunter ein eiertragendes Männchen. Dass die Männchen die Eier tragen, erklärt den Namen. Es sind wild lebende Tiere, deren Lebensraum gepflegt wird. Ihre Geschichte kennenzulernen ist sinnvoller, als eine Begegnung aus nächster Nähe einzuplanen.

Geschichten und Entdeckungen

Warum manche Flächen offen bleiben

Das Schutzgebiet braucht mehr als Wald. Zum Amphibienschutz gehört es, sonnige, offene Lebensräume und künstlich angelegte Laichgewässer zu erhalten. 2024 entfernten Naturschutzkräfte auf der Halde außerdem invasive und nicht heimische Gehölze.

Blick auf die Römerstraße

Vom Vista-Aussichtspunkt blickt ihr in Richtung der Via Belgica. Der Blick hilft euch, die weitere Landschaft einzuordnen. Erwartet unterhalb des Aussichtspunkts aber kein freigelegtes Stück römischer Pflasterstraße.

Die passende Jahreszeit

Was ihr von der Tierbeobachtung erwarten könnt

Die datierten Vogel- und Pflanzennachweise unten geben euch Anregungen zum Hinschauen. Sie sind keine aktuelle Artenliste. Die Berichte zum Amphibienschutz beschreiben Tiere in geschützten Lebensräumen, kein saisonales Ausflugsangebot mit freiem Zugang.

Anreise und praktische Tipps

Am Bergfoyer

Das rote Gebäude eignet sich gut als Treffpunkt. Die Stadt führt hier Gastronomie und Toiletten auf. Entlang der Landschaftsader gibt es Sitzgelegenheiten und Spielflächen. Geht nicht davon aus, dass die Einrichtungen im Gebäude genauso zugänglich sind wie der ganzjährig offene Park.

So findet ihr den Start

Von der Baesweiler Stadtmitte führt der Zugang über die Carlstraße zum roten Bergfoyer. Sucht bei einer Busanreise im AVV-Planer nach CAP Landschaftsader, Baesweiler und prüft den Fußweg sowie die letzte passende Rückverbindung. Parkt nur auf den ausgewiesenen Flächen.

Unten im Park bleiben

Wenn ihr wegen Höhe, Kondition oder Mobilität unsicher seid, bleibt für euren Ausflug in der Nähe des Bergfoyers. Fragt nach der aktuellen Wegbeschaffenheit, dem steilsten Abschnitt des Bergpfads und dem Toilettenzugang, bevor ihr euch für den Aufstieg entscheidet.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.

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Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Eintritt

Der Park ist kostenlos und ganzjährig geöffnet. Schaut vor der Anreise auf der Parkseite der Stadt nach vorübergehenden Einschränkungen.

Schuhe

Tragt Schuhe mit gutem Halt für die naturbelassenen Wege und Treppen.

Höhe

Entscheidet vor dem Start, ob ihr über den erhöhten Steg gehen möchtet. Der Bergpfad ist eine separate Alternative.

Verpflegung

Nehmt Wasser und einen Snack mit. Prüft die Öffnungszeiten des Bistros im Bergfoyer, bevor ihr euch darauf verlasst.

Gemeinsame Wege

Auf dem Haldenrundweg sind auch Laufende und Radfahrende unterwegs.

Tiere schützen

Bleibt auf öffentlichen Wegen, haltet euch von abgesperrten Teichen fern und hebt niemals Matten zur Tiererfassung an.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Bleibt zum Spielen und Picknicken an der Landschaftsader oder geht den Haldenrundweg. Zum Bergfoyer kommt ihr dabei ohne die Gipfeltreppe zurück.
Die Teiche im Schutzbereich sind kein Ziel für einen Besuch auf eigene Faust. Nutzt nur öffentliche Wege und betretet gesperrte Bereiche ausschließlich im Rahmen einer ausdrücklich erlaubten Führung.
Orientiert euch am Bergfoyer, Zum Bergfoyer, 52499 Baesweiler. Am Park gibt es Parkplätze. Für die Busanreise sucht ihr im AVV-Planer nach CAP Landschaftsader, Baesweiler und prüft Datum und Rückverbindung.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.

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