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ParkSchleswig-Holstein, Deutschland

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer könnt ihr erleben, wie das Meer die Landschaft verändert und welche Tiere und Pflanzen zwischen Land und Wasser leben.

Über diesen Ort

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer könnt ihr erleben, wie das Meer die Landschaft verändert und welche Tiere und Pflanzen zwischen Land und Wasser leben. Sucht euch für den ersten Besuch einen Ausgangspunkt an der Küste und lasst euch Zeit: Folgt dem Leuchtturmweg in Westerhever, beobachtet in Ruhe fressende Vögel oder lasst euch bei einer Führung die kleinen Lebewesen unter euren Füßen zeigen. Wind, weiter Himmel und die Rufe der Gänse prägen den Tag.

Der Nationalpark liegt vor Schleswig-Holsteins Nordseeküste, von der Elbmündung bis zur dänischen Grenze. Er umfasst 4.380 km², zu einem großen Teil Meer und Wattflächen. Hamburg und Niedersachsen haben eigene Wattenmeer-Nationalparks. Westerhever und die mit dem Festland verbundene Hamburger Hallig bieten hier lohnende Ausflüge ohne Fähre. Trotz ihres Namens gehört die Hamburger Hallig zum schleswig-holsteinischen Nationalpark.

Schaut auf der Hamburger Hallig von den ausgewiesenen Wegen über die Salzwiesen. Rotschenkel, Austernfischer und Große Brachvögel nutzen diese Landschaft; im Frühjahr und Herbst könnt ihr Schwärme von Weißwangengänsen erleben. Im Sommer setzt der Strandflieder violette Farbtupfer. Seine Blätter besitzen Drüsen, die überschüssiges Salz ausscheiden. So kommt die Pflanze damit zurecht, dass gelegentlich Meerwasser über ihren Standort fließt.

Für einen Einstieg, der auch bei Regen gut funktioniert, besucht das Multimar Wattforum in Tönning. Erkundet die Aquarien, vergleicht eure Größe mit dem 17,5 Meter langen Pottwalskelett und plant bei passendem Wetter Zeit für den Wasserspielplatz draußen ein. Die Aquarientiere und Fischotter leben in menschlicher Obhut. Sie machen die Region anschaulich; draußen frei lebende Tiere zu beobachten ist ein anderes Erlebnis. Fragst du dich, welcher Vogel oder welches Insekt das ist? Finde es mit der Snappit-Natur-App heraus.

Der Nationalpark wurde am 1. Oktober 1985 gegründet; dieser Teil des Wattenmeers gehört seit 2009 zum Weltnaturerbe. Das größere Biosphärenreservat bezieht auch das Leben der Menschen ein: Die fünf großen bewohnten Halligen kamen 2004 als Entwicklungszone hinzu, Pellworm folgte 2023. Diese bewohnten Gebiete liegen außerhalb des Nationalparks. Auf den Halligen stehen die Häuser auf aufgeschütteten Hügeln, den Warften, während das umliegende Land überflutet werden kann. Der Name Hamburger Hallig erinnert an die Hamburger Kaufleute Arnold und Rudolf Amsinck. Ihr eingedeichtes Land wurde bei der Sturmflut von 1634 verwüstet.

Was ihr hier machen könnt

Leuchtturm Westerhever: Folgt vom Besucherparkplatz am Ahndelweg 4 dem ausgeschilderten, befestigten Hauptweg durch die Salzwiesen. Rechnet mit ungefähr 2–2,5 km je Richtung, also 4–5 km für Hin- und Rückweg auf derselben Strecke. Die kleine Ausstellung neben dem Leuchtturm ergänzt den Spaziergang mit Aquarien und Mikroskopen, wenn sie geöffnet ist. Der kostenpflichtige Turmbesuch ist ein eigenes Angebot: Es sind 157 Stufen zu steigen, und Kinder dürfen erst ab acht Jahren hinauf. Prüft vor dem Aufbruch die saisonalen Öffnungszeiten. Der schmale historische Stockenstieg ist von Oktober bis einschließlich Mai gesperrt und kann auch im Sommer geschlossen werden. Plant den Rückweg über den Hauptweg, statt euch auf eine Rundtour zu verlassen.

Hamburger Hallig: Startet am Amsinck-Haus im Sönke-Nissen-Koog und folgt dem etwa 4 km langen befestigten Weg zur Hauptwarft. Hin und zurück sind es ungefähr 8 km. Die NABU-Station auf dem Schafberg liegt etwa auf halber Strecke und eignet sich als früherer Umkehrpunkt. Zu Fuß bleibt viel Zeit für Vögel; mit dem Rad lässt sich die Entfernung leichter bewältigen. Am Start gibt es einen saisonalen Fahrradverleih. Nutzt den ausgeschilderten Salzwiesen-Lehrpfad, wenn er geöffnet ist, und betretet die umliegende Vegetation nicht. Der niedrig liegende Weg kann überflutet werden. Fragt vor Ort nach den Bedingungen und geht niemals durch überflutete Abschnitte weiter.

Für Kinder bietet sich an einem freigegebenen Beobachtungsplatz ein Schnabel-Suchspiel an: Entdeckt ihr den geraden roten Schnabel eines Austernfischers, den nach unten gebogenen eines Großen Brachvogels und den nach oben gebogenen eines Säbelschnäblers? Wer stochert, und wer schwenkt den Schnabel durchs flache Wasser? Wenn ihr das Watt näher kennenlernen möchtet, bucht eine Familienführung in Westerhever oder bei einer anderen Nationalpark-Station vor Ort. Fragt nach Altersgrenzen, Untergrund und Schuhwerk. Eine kurze Entdeckungstour eignet sich zum Einstieg besser als eine lange Wattquerung.

Saisonale Infos

Brütende Vögel brauchen im Frühjahr und Frühsommer besonders viel Abstand. Zeitweilige Absperrungen schützen Nester, die leicht übersehen werden. Die Blüte der Salzwiesenpflanzen im Sommer hängt vom Wetter ab. Im Herbst kommen durchziehende Schwärme, die Tage werden kürzer und viele Besuchsangebote eingeschränkt. Der Fahrradverleih am Amsinck-Haus läuft normalerweise von April bis Oktober. Rechnet im Winter mit windigen, ungeschützten Wegen und richtet eure Planung nach Wetter, Tageslicht und den kurzen Öffnungszeiten kleinerer Häuser.

Barrierefreiheit

Das Multimar bietet schwellenfrei erreichbare Ausstellungsräume, Aufzüge, ein barrierefreies WC und einen Rollstuhl zum Ausleihen. Besprecht besondere Anforderungen direkt mit dem Zentrum. Der reguläre Weg zum Westerhever Leuchtturm ist gepflastert; im Turm führen Treppen nach oben. Fragt vor Ort nach dem aktuellen Wegezustand und dem Zugang über den Deich. Der historische Stockenstieg ist nur etwa 45 cm breit und keine Alternative für Rollstühle oder Kinderwagen. Klärt bei der Hamburger Hallig den befestigten Hauptweg, die Nebenwege und den Zugang zur Warft jeweils gesondert. Wattwanderungen führen über nassen, unebenen Sand oder Schlick. Prüft für Hooge die gesamte Anreise: Das Salon- und Sonnendeck der Halligfähre Hilligenlei sind nicht stufenlos erreichbar.

Nicht verpassen

1

Westerhevers Salzwiesen

Geht auf den gestreiften Leuchtturm zu und macht Pausen für Gänse und Watvögel.

2

Hamburger Hallig

Folgt dem mit dem Festland verbundenen Weg durch weite Salzwiesen; am Schafberg könnt ihr die Tour verkürzen.

3

Die Welt unter Wasser

Entdeckt die Aquarien im Multimar und das riesige Walskelett.

4

Das Watt verstehen

Lernt mit einer ortskundigen Führung den lebendigen Meeresboden kennen, ohne selbst eine Route erraten zu müssen.

Spaziergänge und Routen

Zum Leuchtturm Westerhever und auf dem Hauptweg zurück

Startet am Ahndelweg 4 und folgt dem ausgeschilderten Hauptweg zur Leuchtturmwarft. Geht auf demselben Weg zurück. Rechnet mit ungefähr 2–2,5 km je Richtung, also insgesamt 4–5 km. Die Ausstellung und der optionale Turmbesuch sind zusätzliche Stopps.

Fragt bei der örtlichen Tourist-Information nach dem aktuellen Zugang mit eurem Rollstuhl oder Kinderwagen. Weicht nicht auf den schmalen Stockenstieg aus.

Zum Leuchtturm Westerhever und auf dem Hauptweg zurück

Vom Amsinck-Haus zur Hamburger Hallig

Folgt dem ausgewiesenen Weg etwa 4 km vom Amsinck-Haus bis zur Hauptwarft und kehrt auf derselben Strecke zurück. Der Schafberg liegt ungefähr auf halber Strecke und eignet sich als früherer Umkehrpunkt. Abstecher auf Nebenwege verlängern die Tour.

Die Bedingungen auf dem Hauptweg, auf Nebenwegen und an Einrichtungen unterscheiden sich. Fragt am Amsinck-Haus nach den Oberflächen, dem aktuellen Zugang und dem, was ihr für eure Mobilität benötigt.

Vom Amsinck-Haus zur Hamburger Hallig

Vom Hooger Anleger zum Nationalpark-Haus auf der Hanswarft

Für den Fußweg vom Fähranleger zur Hanswarft nennt das Ausstellungsteam etwa 20 Minuten je Richtung. Besucht das Nationalpark-Haus und lasst ausreichend Zeit für den Rückweg zum Anleger. Dieser Spaziergang führt über die Hallig, nicht über die Wattflächen.

Klärt das Ein- und Aussteigen, geschützte Sitzplätze auf der Fähre sowie den Zugang am Anleger und auf die Warft direkt mit den jeweiligen Anbietern. Das Salon- und Sonnendeck der Hilligenlei sind nicht stufenlos erreichbar.

Vom Hooger Anleger zum Nationalpark-Haus auf der Hanswarft

Ein kurzer Ausflug am Festland

Besucht das Multimar für 2–3 Stunden drinnen oder geht vom Amsinck-Haus eine kürzere Strecke zum Schafberg und zurück. Diese Wanderung entspricht ungefähr der Hälfte der vollständigen Tour zur Hamburger Hallig. Wann ihr umkehrt, richtet sich nach eurer Kraft, dem Wetter und den Zugangshinweisen vor Ort. Die beiden Vorschläge haben unterschiedliche Ausgangspunkte.

Ein Tag mit Leuchtturm und Vogelwelt

Spaziert zum Westerhever Leuchtturm, besucht die kleine Ausstellung, wenn sie geöffnet ist, und nehmt euch auf dem Hauptweg Zeit für Vögel. Ergänzt eine vorab gebuchte Führung nur, wenn ihr ihren Beginn mit eurem Spaziergang und der Weiterfahrt vereinbaren könnt. Der Turmaufstieg ist optional und für Kinder unter acht Jahren nicht möglich.

Ein eigener Tag auf Hooge

Bucht beide Fährfahrten ab Schlüttsiel und wählt dann einen überschaubaren Halligspaziergang sowie die Ausstellung auf der Hanswarft. Fragt nach, bevor ihr eine geführte Wattwanderung ergänzt: Ihre Dauer passt möglicherweise nicht in euren Aufenthalt zwischen den Fähren. Haltet für wetterbedingte Ausfälle eine Idee auf dem Festland bereit.

Aktivitäten

Drei Schnäbel, drei Arten zu fressen

Zeichnet von einem öffentlichen Weg aus den geraden Schnabel eines Austernfischers, den abwärts gebogenen eines Großen Brachvogels und den aufwärts gebogenen eines Säbelschnäblers. Beobachtet einen Vogel in Ruhe und beschreibt, wie er Nahrung findet. Eine Skizze zählt auch dann, wenn der Vogel für ein Foto zu weit weg ist.

Genau hinschauen und auf dem Weg bleiben

Vergleicht auf dem ausgeschilderten Naturpfad der Hamburger Hallig eine blühende Pflanzenfläche mit dem Blick über einen Priel. Warum können manche Pflanzen hier leben, gewöhnliche Gartenblumen aber nicht? Haltet im Sommer nach Strandflieder Ausschau und überlegt, wie seine Blätter das Salz wieder loswerden.

Das Watt zum ersten Mal entdecken

Fragt bei der Station in Westerhever nach einem Familienangebot, das zum Alter eurer Kinder passt. Lasst die Führung den Weg bestimmen und euch das Leben in Sand und Schlick erklären. Beobachtet, statt Tiere oder Pflanzen zu sammeln. Klärt den Treffpunkt, denn schon der Weg vom Parkplatz zum Leuchtturm braucht Zeit.

Das Multimar in Tönning verbindet Meerwasseraquarien, Walausstellung und interaktive Stationen. Es eignet sich auch dann für einen Familienausflug drinnen, wenn eine geführte Wattwanderung ausfällt. Plant zusätzliche Zeit für den Spielplatz draußen nur bei passendem Wetter ein und prüft die angekündigten Schließtage.

multimar-wattforum.de

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Haltet auf dem Weg zur Hamburger Hallig nach einem schwarz-weißen Vogel mit kräftigem rotem Schnabel Ausschau. Austernfischer sind das ganze Jahr über da. Hört auch auf ihre Rufe. Geht weiter, wenn ein Vogel euch anhaltend mit Warnrufen begegnet.

Am Salzwiesenrand der Hamburger Hallig lohnt es sich, nach Rotschenkeln zu suchen. Achtet auf die roten Beine und den roten Schnabelansatz. Ein wachender Vogel auf einem Pfahl kann Junge in der Nähe haben. Beobachtet ihn vom Weg aus.

Sucht im flachen Wasser neben dem Weg zur Hamburger Hallig nach einem schlanken, schwarz-weißen Watvogel mit aufwärts gebogenem Schnabel. Bei der Nahrungssuche schwenkt der Säbelschnäbler ihn oft hin und her. Nutzt ein Fernglas und lasst entfernte Gruppen ungestört fressen.

An seinem langen, nach unten gebogenen Schnabel lässt sich der Große Brachvogel auch von Kindern gut erkennen. Schaut vom freigegebenen Weg über die Wattflächen der Hamburger Hallig oder lauscht seinen weit tragenden Rufen. Vergleicht seine Silhouette mit der des geradschnäbligen Austernfischers.

Im Frühjahr und Herbst könnt ihr rund um die Hamburger Hallig weidende Schwärme erleben. Achtet auf das helle Gesicht im Kontrast zum schwarzen Hals. Beobachtet die Gänse an ihrem Fressplatz, ohne auf sie zuzugehen. Für den Vogelzug brauchen sie Zeit zum Fressen und Ausruhen.

Haltet rund um Westerhever nach einer kleinen, dunklen Gans mit weißem Halsfleck Ausschau. Im Frühjahr lohnt sich der Blick vom Hauptweg über die Salzwiesen besonders. Denkt an die saisonale Sperrung des Stockenstiegs: Auch ein Gänseschwarm ist kein Grund, ihn dann zu betreten.

Sucht im Sommer neben dem Naturpfad der Hamburger Hallig nach lockeren violetten Blütenständen. Die Blätter des Strandflieders können überschüssiges Salz ausscheiden. Fotografiert ihn an seinem Standort. Wer für eine Nahaufnahme in die Salzwiese tritt, schädigt den Lebensraum.

Um frei lebende Seehunde zu beobachten, wählt eine organisierte Schiffsfahrt zu den Sandbänken und nutzt von Bord aus das Fernglas. Im Sommer bekommen die Tiere ihre Jungen und wechseln ihr Fell. Nähert euch niemals einem ruhenden Tier an Land. Auch bei einem allein liegenden Jungtier kann die Mutter in der Nähe sein.

Fotografischer Artenvergleich: Austernfischer mit geradem rotem Schnabel, Großer Brachvogel mit langem abwärts gebogenem Schnabel und Säbelschnäbler mit dünnem aufwärts gebogenem Schnabel. Aufnahmeorte und Fotolizenzen stehen darunter.

Drei Schnabelformen zum Vergleichen: Austernfischer, Großer Brachvogel und Säbelschnäbler. Die Bilder sind Artbeispiele und keine dokumentierten Sichtungen in diesem Nationalpark.

Eurasian oystercatcher (Haematopus ostralegus).jpg — Hobbyfotowiki, 2019-05-11, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eurasian_oystercatcher_(Haematopus_ostralegus).jpg, http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en; Chiurlo Maggiore (Numenius arquata) DSC7954.jpg — Artemio Terna, 2017-02-26, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chiurlo_Maggiore_(Numenius_arquata)_DSC7954.jpg, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0; 031 Pied avocet in the Camargue Photo by Giles Laurent.jpg — Giles Laurent, 2024-02-16, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:031_Pied_avocet_in_the_Camargue_Photo_by_Giles_Laurent.jpg, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 · Creative Commons 1 · Creative Commons 2 · Creative Commons 3 · Creative Commons 4

Anreise und praktische Tipps

Das Amsinck-Haus im Sönke-Nissen-Koog 36a bietet eine Ausstellung, saisonalen Fahrradverleih und Auskünfte zur Umgebung. Auf der Hamburger Hallig könnt ihr während der Saison im Hallig-Krog einkehren. In Westerhever liegt neben dem Leuchtturm eine kleine Naturschutzausstellung. Prüft die Öffnungszeiten jedes Hauses, bevor ihr dort eine Pause einplant.

Tönning ist für den Multimar-Besuch unkompliziert mit der Bahn erreichbar; ab Bahnhof führt ein ausgeschilderter Fußweg zum Zentrum. Plant für Westerhever die Weiterfahrt mit dem Rufbus und meldet euch vor der Reise an. Der Ausflug zur Hamburger Hallig beginnt am Amsinck-Haus, eine Fähre braucht ihr dafür nicht. Nach Hooge fahrt ihr gesondert ab Schlüttsiel und benötigt eine bestätigte Rückverbindung.

Für einen gut planbaren Besuch drinnen eignet sich das Multimar. Fragt nach gebäudenahen Parkplätzen, Aufzügen, Sitzmöglichkeiten und einem Leihrollstuhl. Klärt die Bedingungen auf Küstenwegen draußen gesondert. Erkundigt euch für einen Halligtag bei der Reederei ausdrücklich nach der Hilligenlei; Angaben zu den neueren Inselfähren lassen sich darauf nicht übertragen.

Bleibt auf freigegebenen Besucherwegen und beachtet die Absperrungen vor Ort. Zone 1 schützt empfindliche Lebensräume und darf nur im Rahmen bestimmter Ausnahmen betreten werden. Führt Hunde an der Leine, lasst Pflanzen an ihrem Standort und stört weder Vögel noch Seehunde. Eine bei Niedrigwasser sichtbare Sandbank ist nicht automatisch ein Ausflugsziel.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Einen Ausgangspunkt wählen

Westerhever, Hamburger Hallig und Tönning eignen sich für eigene Ausflüge. Packt nicht alle drei in einen Tag, besonders wenn eine Führung zu einer festen Uhrzeit beginnt.

Die Führung entscheidet

Bucht Wattwanderungen bei erfahrenen, ortskundigen Führerinnen oder Führern. Priele, weicher Boden und auflaufendes Wasser können den Rückweg abschneiden. Improvisiert keine Inselquerungen und betrachtet einen Tidenkalender nicht als vollständigen Sicherheitsplan.

Für Wind und Sonne packen

Nehmt winddichte Kleidung, Wasser, Proviant und Sonnenschutz mit. Befolgt die Schuh-Empfehlungen eurer Führung, denn Muscheln können die Füße verletzen. Geht bei Nebel, Gewitter oder Dunkelheit niemals ins Watt hinaus.

Tieren Abstand lassen

Führt Hunde im gesamten Nationalpark an der Leine. Bleibt auf freigegebenen Wegen, respektiert zeitweilige Absperrungen und entfernt euch, wenn Vögel wegen euch warnen oder wiederholt auffliegen.

Anschlüsse planen

Vom Bahnhof Tönning sind es etwa 15 Minuten zu Fuß zum Multimar. Prüft für Westerhever den Rufbus Eiderstedt und meldet die Fahrt im Voraus an. Der Küstenspaziergang beginnt erst hinter der Haltestelle.

Einzelne Kosten einplanen

Je nach Ausflug fallen Gebühren für Parken, Ausstellungen, Turmbesuch, Führungen oder Fähren an. Die Autozufahrt zur Hamburger Hallig ist saisonal kostenpflichtig; zu Fuß und mit dem Rad nutzt ihr den ausgewiesenen Weg.

Wasserstände beachten

Bei erhöhten Wasserständen können das Westerhever Vorland und der Weg zur Hamburger Hallig überflutet werden. Beachtet Sperrungen auch dann, wenn ihr euer Ziel sehen könnt.

Eine Regenalternative bereithalten

Das Multimar ist mit Ausnahmen ganzjährig geöffnet. Zu den Schließtagen gehören der 26. November 2026 und der 24. Dezember. Prüft die Öffnungszeiten-Seite, bevor ihr es als Schlechtwetterziel einplant.

Häufig gestellte Fragen

Beginnt in Tönning: Fahrt mit der Bahn über Husum und folgt vom Bahnhof dem ausgeschilderten Fußweg zum Multimar. Für Westerhever braucht ihr eine geplante Anschlussverbindung, beispielsweise mit dem vorbestellten Rufbus. Geht nicht davon aus, dass jeder Deich- oder Strandzugang direkt mit dem Bus erreichbar ist.
Bucht die W.D.R.-Fähre ab Schlüttsiel und richtet den Tag nach der bestätigten Rückfahrt aus. Vom Anleger sind es etwa 20 Minuten zu Fuß zum Nationalpark-Haus auf der Hanswarft. Die Ausstellung zeigt das Halligleben, den Klimawandel und Meerestiere. Von Oktober bis März ist sie täglich nur zwei Stunden geöffnet; die Zeiten werden vor Ort bekannt gegeben. Fragt vorher nach. Hooge liegt in der Entwicklungszone des Biosphärenreservats und ist von Nationalparkgewässern umgeben. Plant einen Halligspaziergang getrennt von einer geführten Tour ins Watt.
Wählt eine organisierte Schiffsfahrt zu den Seehundbänken, etwa ab Pellworm oder Wyk auf Föhr, und beobachtet von Bord aus. Sichtungen sind nicht garantiert. Begegnet ihr einem Seehund am Ufer, haltet Abstand, haltet Hunde fern und fasst ihn nicht an. Versucht niemals, ihn ins Wasser zurückzubringen. Wenn ihr euch Sorgen macht, informiert die Nationalparkbetreuung vor Ort oder die Seehundstation.
Nein. Auch auf freiliegendem Meeresboden bestehen Gefahren durch die Gezeiten, und Schutzgebiete bleiben geschützt. Für Zone 1 gelten Betretungsbeschränkungen mit bestimmten zugelassenen Ausnahmen. Beachtet die Schilder vor Ort und folgt der Route eurer Führung. Dass eine Sandbank zu Fuß erreichbar erscheint, bedeutet nicht, dass der Weg sicher oder erlaubt ist.

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