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ZooNordrhein-Westfalen, Deutschland

Tierpark und Fossilium Bochum

Im Bochumer Tierpark könnt ihr Tiere unter Wasser beobachten, ungewöhnliche kleine Säugetiere kennenlernen und Fossilien aus der Jurazeit entdecken – genug für einen entspannten halben Tag.

Über diesen Ort

Im Bochumer Tierpark könnt ihr Tiere unter Wasser beobachten, ungewöhnliche kleine Säugetiere kennenlernen und Fossilien aus der Jurazeit entdecken – genug für einen entspannten halben Tag. Schaut zuerst ins Fütterungsprogramm und sucht euch dann ein paar Tiere aus, für die ihr euch besonders viel Zeit nehmen möchtet. Aquarium und Museum bieten zwischen den Stationen draußen reichlich Abwechslung im Trockenen.

Die Nordseewelten bringen ein Stück Küstenlandschaft ins Ruhrgebiet: mit Unterwasserscheiben am Seehundbecken und einer begehbaren Watvogelvoliere. Humboldt-Pinguine sind allerdings an den Pazifikküsten von Peru und Chile heimisch. Der Name Nordseewelten beschreibt also das Thema der Anlage, nicht die Herkunft sämtlicher Bewohner. In den Asienwelten lohnt sich ein Blick nach den Zwergottern im Wasser und den Binturongs im Klettergeäst. Die abgedunkelte Erlebnisausstellung Dschungel hautnah ergänzt den Besuch um nachtaktive Tiere und Mitmachstationen für die Sinne.

Nehmt euch auch Zeit für das Fossilium im Aquarien- und Terrarienhaus. Zwischen den Anlagen mit lebenden Tieren findet ihr Fossilien aus der Jurazeit, die aus der Gegend um Solnhofen und Eichstätt stammen. Zu entdecken gibt es Ammoniten, urzeitliche Fische und Abgüsse des Archaeopteryx. Kinder können genau hinschauen, Fragen stellen und sich anschließend auf dem tierisch gestalteten Spielplatz austoben. Nimm den ultimativen Naturführer mit: Bestimme Vögel, Pflanzen und Tiere mit der Snappit-App.

Der Tierpark eröffnete 1933 und zog 1937 auf das Gelände der ehemaligen Stadtparkgärtnerei. 1943 wurde er durch Bomben zerstört; nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Mit Helmut Leichs Fossiliensammlung eröffnete 1996 das Fossilium, das seitdem auch zum Namen des Tierparks gehört. Später kamen unter anderem die Nordseewelten im Jahr 2006, die Asienwelten 2020 und Dschungel hautnah 2022 hinzu.

Was ihr hier machen könnt

Verbindet mithilfe des Lageplans die Nordseewelten, Asienwelten und das Aquarium. Eine Spielpause passt gut zu einem Besuch bei den Keas und Riesenschildkröten gleich nebenan. Im regulären Programm steht täglich um 15:30 Uhr eine Seehund- und Pinguinfütterung; fragt bei der Ankunft nach, ob sie wie geplant stattfindet. Vergleicht im Aquarium das große Korallenriffbecken mit den Süßwasserbecken. An der Kea-Anlage lohnt sich die Entdeckerhöhle: Kinder gelangen durch einen Kriechtunnel hinein, Erwachsene können eine Tür nutzen.

Saisonale Infos

Der Tierpark öffnet täglich um 09:00 Uhr. Im März und Oktober schließt er regulär um 18:00 Uhr, von April bis September um 19:00 Uhr und von November bis Februar um 16:30 Uhr. Letzter Einlass ist von März bis Oktober eine Stunde vor Schluss, in den übrigen Monaten eine halbe Stunde vorher. An Heiligabend gelten kürzere Öffnungszeiten. Die Sonderausstellung Dino-Alarm mit Dinosauriermodellen läuft bis zum 5. November 2026 und ist im regulären Eintritt enthalten. Schaut vor der Anreise im Veranstaltungskalender nach abweichenden Öffnungszeiten.

Barrierefreiheit

Das Gelände ist ebenerdig oder stufenlos, die Türen sind für Rollstühle ausreichend breit. Es gibt eine barrierefreie Toilette und zwei Behindertenparkplätze gegenüber dem Eingang. Teile des Spielplatzes sind barrierefrei gestaltet. Erkundigt euch nach dem Zugang zu einzelnen Spielgeräten und zum erhöhten Turtle-Pfad, wenn ihr auf durchgehend stufenlose Wege angewiesen seid.

Nicht verpassen

1

Nordseewelten

Seehunde unter Wasser beobachten, durch die Watvogelvoliere spazieren und die Humboldt-Pinguine besuchen.

2

Aquarium und Fossilium

lebende Fische und Reptilien, Fossilien aus der Jurazeit und Archaeopteryx-Abgüsse unter einem Dach.

3

Asienwelten

Zwergotter, kletternde Binturongs und die Mitmachstationen für die Sinne in Dschungel hautnah.

4

Entdeckungen am Spielplatz

eine Entdeckerhöhle bei den Keas und der erhöhte Turtle-Pfad über der Außenanlage der Riesenschildkröten.

Spaziergänge und Routen

Ein flexibler Rundgang durch Tierpark und Museum

Nehmt die nächste Schaufütterung als festen Termin und plant Aquarium, Asienwelten und Spielplatz drumherum. Der Lageplan zeigt euch die Verbindungswege. Lasst etwas Zeit, um zu einem Tier zurückzukehren, das zuvor geruht hat.

Eine überschaubare erste Runde

Für einen kürzeren Ausflug bieten sich die Seehunde, das Aquarium und der Spielplatz an. Ergänzt ein weiteres Tier, das euch besonders interessiert. Wenn ihr vor allem wegen der Fossilien kommt, bleibt länger im Innenbereich und haltet die Runde draußen kurz.

Ein gemütlicher halber Familientag

Entdeckt die Asienwelten und die Nachttierausstellung, legt eine Essens- und Spielpause ein und nehmt euch anschließend Zeit für eine Schaufütterung. Plant für das Fossilium einen eigenen Abschnitt ein, damit eure Kinder am Ende nicht zu müde zum Entdecken sind.

Aktivitäten

Fossilien-Detektive

Sucht euch im Fossilium einen Ammoniten und einen urzeitlichen Fisch aus. Alle dürfen ein Merkmal finden, an dem sie das Tier erkennen. Vergleicht anschließend den erhaltenen Umriss eines Fossils mit einem lebenden Fisch in der Nähe, ohne dabei von derselben Art auszugehen.

Bewegt euch wie die Tiere

Wechselt auf dem Spielplatz zwischen Klettern, Rutschen und Sandspielen und schaut zwischendurch noch einmal bei den Keas oder Schildkröten vorbei. Das vergrabene Dinosaurierskelett im Sandbereich ist ein Spielelement. Echte Fossilien könnt ihr im Museum betrachten.

Innenausstellungen in Ruhe entdecken

Wechselt zwischen Aquarium, Fossilium und Dschungel hautnah und schaut euch lieber einige Stationen genauer an, statt überall durchzueilen. Durch die Sichtfenster könnt ihr außerdem in das Warmhaus der Kattas schauen. Die Wege zwischen den Bereichen liegen allerdings im Freien.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Bleibt an einer Unterwasserscheibe stehen und beobachtet, wie ein Seehund schwimmt und wendet, bevor ihr weitergeht. Achtet auf das gefleckte Fell, die Tasthaare und die kleinen Ohröffnungen: Seehunde haben keine äußeren Ohrmuscheln.

Schaut sowohl am Innenbecken als auch an der Unterwasserscheibe der Außenanlage vorbei. Wenn es gerade ruhig ist, lohnt sich ein zweiter Versuch. Beobachtet bei einem vorbeischwimmenden Otter, wie sich sein langer Körper biegt und der Schwanz beim Steuern hilft.

Schaut auch oben ins Klettergeäst und nicht nur auf den Boden. Ein ruhender Binturong ist in einer dunklen Ecke leicht zu übersehen. Wenn er sich bewegt, könnt ihr beobachten, wie sein Greifschwanz ihm zwischen den Ästen Halt gibt.

Von den Höhlenfenstern aus könnt ihr gut zusehen, wie ein Kea seine Umgebung mit dem gebogenen Schnabel untersucht. Unter dem olivgrünen Gefieder verbirgt sich Orange, das beim Ausstrecken der Flügel oder im Flug kurz aufleuchten kann.

Sucht in den Bäumen, auf der Wiese und an den Ruheplätzen im Innenbereich. Der lange schwarz-weiß geringelte Schwanz hilft beim Entdecken, besonders wenn mehrere Tiere zusammensitzen. Bei Regen lohnt sich der Blick durch die Scheiben ins Warmhaus, wo Kattas vielleicht gerade ruhen.

Schaut an warmen Tagen über die grasbewachsene Außenanlage, bei kühlem Wetter in den verglasten Wintergarten und ins Warmhaus. Achtet auf die kräftigen Beine und darauf, wie langsam eine Schildkröte jeden Fuß aufsetzt. Vom erhöhten Turtle-Pfad habt ihr einen weiteren Blickwinkel.

Haltet nach dunklen Querbalken auf einem silbrigen Körper und einem zur Oberfläche gerichteten Maul Ausschau. Diese Fische können Insekten mit einem Wasserstrahl ins Wasser schießen. Fragt nach, ob an eurem Besuchstag eine Schützenfischfütterung angeboten wird.

Sucht vor allem in Bodennähe, statt einen Hai im freien Wasser zu erwarten. Der dunkle, hell umrandete Fleck hinter jeder Brustflosse hilft beim Erkennen. Auch ein ruhender Hai verdient einen aufmerksamen, ungestörten Blick.

Die hier beschriebenen lebenden Tiere gehören zum betreuten Tierbestand des Zoos. Fossilien, Abgüsse, Tastmodelle und Dinosauriermodelle sind eigene Ausstellungsstücke. Wartet beim Fotografieren, bis ein Tier von selbst gut zu sehen ist, und beachtet die Hinweise vor Ort.

Ein schwimmender, grau gefleckter Seehund mit kurzen Vorderflossen; das Kopfdetail zeigt Tasthaare und eine Ohröffnung ohne Ohrmuschel.

Eine Beobachtungshilfe zu den Seehunden der Nordseewelten in Bochum. KI-Illustration, keine Darstellung der Anlage.

Snappit editorial illustration, generated with OpenAI imagegen, 2026-10-15

Anreise und praktische Tipps

Tastmodelle und sensorische Hilfen

Ein Leitsystem führt vom Eingang zu sieben interaktiven Stationen mit Tastmodellen und Audioangeboten. Die Stationstische sind mit dem Rollstuhl unterfahrbar. Fragt an der Kasse nach einem Sensorik-Beutel oder reserviert ihn vorab. Klärt dabei die Abhol- und Rückgabezeiten für euren Besuch.

Eine unkomplizierte Essenspause

Am Franzl neben dem Spielplatz bekommt ihr Snacks, Getränke und warme Gerichte. Der Kiosk öffnet normalerweise eine halbe Stunde nach dem Tierpark und schließt eine halbe Stunde vor ihm. Im Aquarien- und Terrarienhaus steht außerdem ein Snackautomat.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

8

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Anreise

Die Adresse lautet Klinikstraße 49, 44791 Bochum. Die Busse 336 und 339 fahren vom Bochumer Hauptbahnhof zur Haltestelle Tierpark am Eingang. Bauarbeiten an der Gudrunstraße können Straßen und Busverkehr betreffen; prüft vor der Fahrt die Anreisehinweise des Tierparks und die Informationen der BOGESTRA.

Parken

In der Nähe liegen unter anderem das kostenpflichtige Parkhaus des LWL-Klinikums gegenüber und Parkplätze an der Küppersstraße, auf denen ihr mit Parkscheibe vier Stunden stehen dürft. Beachtet die aktuellen Schilder und nehmt Bargeld mit, wenn ihr ein Parkhaus ohne Kartenzahlung nutzt.

Eintrittskarten

Tickets bekommt ihr online oder an der Kasse. Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt. Prüft vor dem Kauf die aktuellen Preise und die Bedingungen für Sonderveranstaltungen.

Kleine Räder

Laufräder, andere Kinderfahrzeuge und Skates dürfen nicht mit hinein. Am Eingang gibt es kostenlose Leihbollerwagen; fragt bei eurer Ankunft danach.

Essen und Toiletten

Der Kiosk Franzl liegt neben dem Spielplatz. Toiletten findet ihr am Spielplatz und an den Nordseewelten; auch Wickelmöglichkeiten sind vorhanden.

Füttern

Gebt den Zwergziegen nur das Futter aus dem Tierparkautomaten und nur im gekennzeichneten Streichelzoobereich. Andere Tiere dürft ihr nicht füttern; bringt auch kein Futter für sie mit.

Hunde

Hunde dürfen kostenlos an der kurzen Leine mitkommen. Behaltet die Leine in der Hand; das Anbinden ist nicht erlaubt.

Fotos

Private Fotos sind willkommen. Nennt beim Teilen persönlicher Bilder im Internet „Tierpark + Fossilium Bochum“ als Aufnahmeort; für eine gewerbliche Nutzung braucht ihr eine schriftliche Genehmigung. Verzichtet bei nachtaktiven Tieren auf Blitzlicht und berührt die Sichtscheiben nicht.

Häufig gestellte Fragen

Ja, es liegt im Aquarien- und Terrarienhaus und ist Teil des Tierparks. Zu sehen sind echte Fossilien und entsprechend gekennzeichnete Abgüsse. Nehmt euch etwas Zeit zum ruhigen Betrachten, statt die Ausstellung nur als Durchgang zwischen den Becken zu nutzen.
Ja. Nehmt euch vor allem das Aquarium, Fossilium und Dschungel hautnah vor und nutzt Regenpausen für die Außenanlagen. Für die Wege zwischen den Gebäuden braucht ihr trotzdem wetterfeste Kleidung.
Die Watvogelvoliere ist begehbar. Betretet nur die Bereiche, die an eurem Besuchstag geöffnet und für Gäste freigegeben sind. Fragt das Team nach möglichen geführten Tierbegegnungen.
Das Fossilium ist das dauerhafte Fossilienmuseum. Dino-Alarm zeigt vorübergehend lebensgroße Dinosauriermodelle und ist bis zum 5. November 2026 geplant. Modelle, Abgüsse und Fossilien sind Ausstellungsstücke. Die lebenden Seehunde, Vögel, Reptilien und anderen Zootiere erlebt ihr unabhängig davon beim Tierparkbesuch.

Aktuelle Snaps an diesem Ort

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