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ZooHessen, Deutschland

Zoo Frankfurt

Im Zoo Frankfurt lohnt es sich, genau hinzuschauen: Seltene Nachttiere, Menschenaffen und Unterwassereinblicke lassen sich hier gut in einem überschaubaren Stadtbesuch verbinden.

Über diesen Ort

Im Zoo Frankfurt lohnt es sich, genau hinzuschauen: Seltene Nachttiere, Menschenaffen und Unterwassereinblicke lassen sich hier gut in einem überschaubaren Stadtbesuch verbinden. Beginnt am Haupteingang am Alfred-Brehm-Platz. Dort bietet eine neue Innenanlage schon einen ersten Blick auf Große Ameisenbären und einen Riesentukan. Sucht euch anschließend ein paar Tiere aus, die ihr besonders gern beobachten möchtet, und plant den restlichen Besuch darum herum.

Plant auf jeden Fall Zeit für das Grzimekhaus ein. Bei den nachtaktiven Tieren sind Tag und Nacht durch die Beleuchtung vertauscht, sodass ihr sie auch tagsüber während ihrer aktiven Stunden erleben könnt. Lasst euren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, bevor ihr ein Gehege für leer haltet. Erdferkel und das 2026 eingezogene Ohrenschuppentier zeigen auf spannende Weise, wie unterschiedlich Tiere im Dunkeln Nahrung finden. Steckt hell leuchtende Handys weg und geht lieber langsam von Scheibe zu Scheibe.

Im Borgori-Wald könnt ihr euch Zeit für Bonobos, Westliche Flachlandgorillas und Sumatra-Orang-Utans nehmen. Sucht euch ein Tier aus und verfolgt in Ruhe, was es tut: fressen, klettern, ruhen oder mit anderen umgehen. Durch Tiertransporte zwischen Zoos ändern sich die Gruppen. Genießt deshalb die Beobachtung, ohne euch auf bestimmte, namentlich bekannte Tiere festzulegen. Draußen lohnt sich ein Abstecher zu den Okapis. Ihre gestreiften Beine sind ein schöner Anlass zum gemeinsamen Rätseln über Verwandtschaften im Tierreich: Okapis gehören zur Familie der Giraffen.

Im Exotarium richtet sich der Blick auf kleinere Details. Die 2026 eröffnete Mangrovenanlage verbindet Land und Brackwasser und beherbergt Schlammspringer und Schützenfische. Schaut erst an die Wasserlinie, dann auf die Äste darüber. An den nahen Robbenklippen könnt ihr wiederum schwimmende Robben unter Wasser beobachten. Zwischen den Tierhäusern bietet der Große Weiher eine ruhigere Pause: Neben Vögeln aus dem Zoobestand halten sich hier auch wildlebende Graureiher auf. Besuch geplant? Lade die Snappit-App herunter, um Wildtiere vor Ort in Echtzeit zu bestimmen.

Der Zoo eröffnete 1858 im Westen Frankfurts und zog 1874 an seinen heutigen Standort im Osten der Stadt. Nach den schweren Kriegszerstörungen leitete Bernhard Grzimek ab 1945 den Wiederaufbau und prägte die bis heute enge Verbindung zum Naturschutz. 1962 gelang in Frankfurt die erste Bonobozucht in einem Zoo. Bei eurem Besuch begegnet ihr heute Tierhäusern aus mehreren Epochen; ein langfristiger Masterplan sieht weitere Umbauten vor.

Was ihr hier machen könnt

Für den ersten Besuch bietet sich vom Eingang aus eine Runde über Ukumari-Land und Katzendschungel zum Grzimekhaus und Exotarium an. Macht eine Spielplatzpause und entscheidet dann, ob ihr zum Borgori-Wald und den Okapis oder weiter in Richtung Faust-Vogelhallen gehen möchtet. Einen vorgeschriebenen Rundweg gibt es nicht. Orientiert euch am Zooplan und an den Wegweisern und lasst Zeit, um später noch einmal bei einem zuvor ruhenden Tier vorbeizuschauen.

Gebt Kindern an jedem Halt eine kleine Beobachtungsaufgabe: Entdeckt die helle Gesichtszeichnung eines Bären, schaut einem Gorilla beim Benutzen seiner Hände zu oder zeichnet die Ohren eines Okapis. Eine kleine Skizze regt oft zu genauerem Hinsehen an als ein weiteres schnelles Foto. Passt eine Fütterung aus dem aktuellen Tagesprogramm zu eurer Runde, könnt ihr sie einbauen, ohne den ganzen Besuch nach einem einzigen Termin auszurichten.

Zum Bewegen gibt es den großen Spielplatz gegenüber dem Exotarium und den inklusiven Kleinkind-Spielbereich am Grzimekcamp. Das Zwergziegengehege ist normalerweise täglich zum Streicheln geöffnet. Beachtet dort die Hinweise und füttert auch die Ziegen nicht. Bei Regen könnt ihr länger im Exotarium, Grzimekhaus und Borgori-Wald bleiben; zwischen den Häusern seid ihr weiterhin draußen unterwegs.

Saisonale Infos

An warmen Tagen könnt ihr länger draußen verweilen; bei Kälte oder Regen wechselt ihr zwischen Tierhäusern und kürzeren Abschnitten im Freien. Neben dem großen Spielplatz wird ein Restaurant gebaut. Das frühere Heckenlabyrinth ist verschwunden, und die Keas sind derzeit nicht zu sehen. Die größere Umgestaltung zum Serengeti-Areal ist ein Zukunftsprojekt. Prüft die aktuellen Bau- und Tierhaushinweise, bevor ihr eure Wunschliste festlegt.

Barrierefreiheit

Ein großer Teil des Zoos ist mit Rollstuhl oder Kinderwagen zugänglich. Manche naturnahen Wege sind jedoch uneben, besonders bei Nässe ist Vorsicht nötig. Im Borgori-Wald gibt es einen Aufzug; Rampen führen zum Nashornhaus und in die obere Etage des Katzendschungels. Das Obergeschoss des Exotariums ist nur über Treppen erreichbar. Barrierefreie Toiletten und Wickeltische findet ihr im Zoogesellschaftshaus nahe dem Eingang und im Borgori-Wald. Am Eingang könnt ihr gegen Pfand einen Rollstuhl ausleihen.

Nicht verpassen

1

Grzimekhaus

Nehmt euch Zeit für Nachttiere wie Erdferkel und Ohrenschuppentier.

2

Borgori-Wald

Vergleicht Bewegung und Zusammenleben von drei Menschenaffenarten.

3

Okapis

gestreifte Verwandte der Giraffen aus dem Regenwald mit langer Frankfurter Geschichte.

4

Die Mangrovenwelt im Exotarium und Unterwassereinblicke an den Robbenklippen.

Links ein Erdferkel mit großen Ohren, röhrenförmiger Schnauze und spärlich behaarter Haut; rechts ein Ohrenschuppentier mit kleinen Ohren, kräftigen Krallen und braunen Schuppen.

Erdferkel und Ohrenschuppentier: Achtet im Grzimekhaus auf Ohren, Schnauze und Körperoberfläche. Originale KI-Artenillustration; keine Darstellung bestimmter Frankfurter Tiere und kein Größenvergleich.

Original illustration generated with OpenAI; editorial typography by Snappit visual production.

Spaziergänge und Routen

Zeit für ein paar Tierhäuser

Macht vom Haupteingang aus einen Halt im Ukumari-Land und besucht dann Grzimekhaus und Exotarium, bevor ihr am Weiher entlang zurückgeht. Wenn noch Energie da ist, baut den Spielplatz ein. Die Halte sind ein Vorschlag; folgt rund um Baustellen der aktuellen Beschilderung.

Ins Obergeschoss des Exotariums führen nur Treppen; naturnahe Wege können uneben sein.

Ein längerer Tag bei den Tieren

Verbindet Grzimekhaus und Exotarium mit einer Spielpause, dem Borgori-Wald, den Okapis und den Robbenklippen. Interessieren euch vor allem Vögel, ersetzt einen der längeren Halte durch die Faust-Vogelhallen. Plant für die letzte halbe Stunde vor Zooschließung keine Tierhausbesuche mehr ein.

Nutzt im Borgori-Wald den Aufzug. Wenn ihr stufenlose Zugänge braucht, lasst das nur über Treppen erreichbare Obergeschoss des Exotariums aus.

Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Achtet auf die gestreiften Hinterbeine und beobachtet dann Ohren und lange Zunge, wenn ein Okapi Blätter frisst. Sucht euch einen ruhigen Platz und wartet, statt dem Tier an der Absperrung entlang zu folgen.

Achtet darauf, ob die Bonobos einander das Fell pflegen oder Futter teilen. An ihren schlanken Körpern und dunklen Gesichtern lassen sie sich von den benachbarten Gorillas unterscheiden. Beobachtet ihr Verhalten, ohne ihre Aufmerksamkeit auf euch zu ziehen.

Frankfurt hält Westliche Flachlandgorillas. Schaut zu, wie eine Hand Futter greift oder ein Fuß eine Kletterhilfe umfasst: Beides zeigt, wie geschickt diese großen Menschenaffen sind. Auch ruhende Tiere verdienen einen ungestörten Besuch.

Sucht im unteren Bereich der Anlage nach der langen Schnauze und den großen aufgerichteten Ohren eines Erdferkels. Die Tiere können sich in Erdhöhlen zurückziehen. Nehmt euch Zeit und kommt bei Bedarf später wieder. In Frankfurt gelang 1962 die erste Zucht dieser Art.

Im Juni 2026 zog ein Ohrenschuppentier ins Grzimekhaus ein. Achtet in Ruhe auf die überlappenden Schuppen und kräftigen Vorderkrallen. Ist das Tier zusammengerollt oder nicht zu sehen, lohnt sich vielleicht ein geduldiger zweiter Versuch. Leuchtet es für ein Foto niemals zusätzlich an.

Sucht im Ukumari-Land sowohl auf den Kletterstrukturen als auch am Boden nach einem Brillenbären. Seine cremefarbene Gesichtszeichnung ist bei jedem Tier anders. Das Gesicht zu zeichnen ist eine schöne Alternative zum Versuch, den Namen des Bären herauszufinden.

Bleibt am Mangrovenbecken stehen und sucht knapp unter der Wasseroberfläche nach Schützenfischen. Eine astförmige Futtervorrichtung zeigt, wie sie Insekten mit Wasserstrahlen herunterschießen. Ob ihr das beobachten könnt, hängt vom Zeitpunkt der Fütterung ab.

Der Vogel mit dem großen Schnabel in der neuen Anlage am Eingang ist ein Riesentukan. Schaut zwischen die Äste über dem Ameisenbärenbereich. Eine schöne Beobachtung kann schon vor der Ticketkontrolle beginnen.

Die Seehunde könnt ihr vom Beckenrand aus und in der Grotte unter Wasser beobachten. Vergleicht, wie sich dasselbe Tier im Wasser und an Land bewegt. Wartet, bis es ins Blickfeld kommt, ohne an die Scheibe zu klopfen.

Die Graureiher am zentralen Weiher sind wildlebende Vögel. Beobachtet sie vom Besucherweg aus und freut euch, wenn ihr einen beim geduldigen, regungslosen Lauern auf Fische seht. Weil sie frei kommen und gehen können, ist eine solche Begegnung anders als der Besuch an einem Gehege.

Quellen und hilfreiche Links

Tiere, die ihr sehen könntet

10

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Gut zu wissen vor dem Besuch

Mit der Bahn anreisen

U6, U7 und Straßenbahn 14 halten an der Station Zoo. Prüft eure Verbindung beim RMV. Straßenparkplätze sind knapp; zu den nahen Parkhäusern gehört die Zoopassage.

Den Haupteingang nutzen

Geht zum Alfred-Brehm-Platz an der Bernhard-Grzimek-Allee 1. Der Eingang Rhönstraße bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Tickets auf dem Handy

Online-Tickets könnt ihr auf dem Smartphone vorzeigen und den separaten Einlass nutzen. Tageskarten gelten für einen einmaligen Besuch; plant Essenspausen deshalb im Zoo.

Licht zurückhalten

Blitzlicht ist im gesamten Zoo verboten. Gebt euren Augen im Grzimekhaus Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und dimmt eure Bildschirme.

Proviant für euch

Bringt etwas für den Picknickplatz am Spielplatz mit oder nutzt die Zooterrasse und andere Imbisse. Manche Stände öffnen nur am Wochenende.

Bollerwagen ausleihen

An der Kasse gibt es Bollerwagen zu mieten. Bringt Bargeld für das Pfand mit und prüft die Verleihzeiten.

Haustiere bleiben zu Hause

Hunde und andere Haustiere dürfen nicht mit. Blinden- und Assistenzhunde haben mit dem erforderlichen Nachweis Zutritt.

Abstand lassen

Bleibt auf den Besucherwegen, respektiert Absperrungen und klopft nicht an Scheiben. Füttern ist überall verboten, auch im Streichelgehege.

Häufig gestellte Fragen

Ja, wenn euch die Wege im Freien zwischen den Tierhäusern nicht stören. Im Exotarium, Grzimekhaus und Borgori-Wald könnt ihr längere Zeit im Trockenen verbringen. Das Obergeschoss des Exotariums ist allerdings nicht stufenlos erreichbar.
Im Kiwi-Informationszentrum lernt ihr die Vögel durch Ausstellungen und einen Film kennen. Die Kiwis leben normalerweise hinter den Kulissen. Durch ein Fenster zur Aufzuchtstation könnt ihr beim Wiegen oder Messen möglicherweise einen Blick auf sie erhaschen. Verlasst euch aber nicht darauf.
Nein. Frankfurt hat die Elefantenhaltung aufgegeben, weil der kompakte Zoo nicht den nötigen Platz bieten konnte. Richtet euren Besuch auf Menschenaffen, Nachttiere und die anderen besonderen Tieranlagen aus.

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