IllustrationWildpark Hundshaupten
Im Wildpark Hundshaupten könnt ihr einen Waldspaziergang mit der Beobachtung europäischer Wildtiere verbinden, zwischen markanten Felsen und steilen, bewaldeten Hängen.
Über diesen Ort
Im Wildpark Hundshaupten könnt ihr einen Waldspaziergang mit der Beobachtung europäischer Wildtiere verbinden, zwischen markanten Felsen und steilen, bewaldeten Hängen. Schaut euch zuerst den Plan am Eingang an und wählt eine Runde, bevor die Kinder ihr erstes Lieblingstier ansteuern. Die Höhenunterschiede solltet ihr ernst nehmen: Auch auf einer kurzen Strecke kann ein ordentlicher Anstieg liegen.
Bachläufe, Wiesen und alte Bäume prägen den Park. Wölfe und Luchse stehen vielleicht ganz oben auf eurer Wunschliste, doch nehmt euch auch Zeit für Elche, Rentiere und die Gebirgstiere. Die Tiere hier leben in menschlicher Obhut. Eine Begegnung im Park ist also keine Sichtung eines frei lebenden Bestands in der Umgebung. Oft lohnt es sich mehr, an einem Gehege ruhig stehen zu bleiben, als möglichst alle Tiere abzuhaken.
Auch gefährdete Haustierrassen gehören zum Tierbestand. An ihnen lässt sich gut erklären, warum Artenschutz auch Nutztiere einschließt. Der Park unterstützt Projekte mit Wisenten, Habichtskäuzen und Feuersalamandern und setzt sich für alte Obstsorten ein. Ihr könnt es bei Tierbeobachtungen und einer Spielplatzpause belassen oder daraus eine längere Runde über die Hänge mit Aussichtspunkt machen. Vergiss nicht, die Snappit-Naturführer-App mitzunehmen, um einheimische Arten zu scannen.
Gudila von Pölnitz eröffnete den Wildpark 1971 auf steilen Waldflächen, die sich kaum für die Forstwirtschaft eigneten. Zu den ersten Bewohnern gehörten Rot- und Damhirsche. 1991 schenkte sie den Park dem Landkreis Forchheim, der ihn bis heute betreibt. Das bewaldete Gelände erklärt sowohl die besondere Atmosphäre als auch die fortlaufenden Bemühungen, die Wege leichter zugänglich zu machen.
Was ihr hier machen könnt
Für den ersten Familienbesuch bietet sich der gelbe Naturlehrpfad / Kleine Rundweg mit 1,4 km an. Er ist die leichtere Runde und führt durch die unteren Tierbereiche und an der Rentierausstellung vorbei. Wer gut zu Fuß ist, kann den grünen Rundweg zum Breitenstein mit 2,4 km wählen, mit Aussichtspunkt sowie dem Bereich der Wölfe und Luchse. Die rote Wildschleife mit 2,7 km erschließt die Parkseite mit den Hirschen. Die ausgeschilderten Runden sind Alternativen; ihre Längen solltet ihr nicht einfach zu einer fertigen Gesamttour addieren.
Gebt den Kindern eine kleine Beobachtungsaufgabe. Sucht bei den Gämsen nach den hakenförmigen Hornspitzen und sprecht bei den Rentieren darüber, dass auch die Weibchen ein Geweih tragen können. Vergleicht bei den Luchsen die sichtbaren Fellzeichnungen, ohne ein ruhendes Tier zum Aufstehen bewegen zu wollen. Jeder darf sich ein Tier aussuchen und es einige Minuten in Ruhe beobachten.
Für eine Pause bietet sich der Spielplatz am Eingang an. Schaut ins Tagesprogramm, ob eine Raubtierfütterung durch das Tierpflegeteam stattfindet; Treffpunkt dafür ist der Luchspavillon. Greifvogelschauen gibt es an angekündigten Terminen. Plant also nicht mit einer täglichen Vorführung. Wenn ihr ein betreutes Angebot buchen möchtet, könnt ihr nach den Naturdetektiven, dem Basteln für Tiere oder der Wollwerkstatt fragen.
Saisonale Infos
Das begehbare Zwergziegengehege kann während der Jungtierzeit, meist von März bis Juni, geschlossen sein. Bauarbeiten für mehr Barrierefreiheit können außerdem vorübergehend zu Wegsperrungen und Lärm führen. Im September 2026 startete das Projekt für eine neue Talbrücke. Prüft die aktuellen Hinweise, statt davon auszugehen, dass die geplante Verbindung bereits offen ist. Bei Sturm oder anderen extremen Wetterlagen kann der Park kurzfristig schließen.
Barrierefreiheit
Der Eingang, die Gastronomie und der Abschnitt vom Weiher bis zu den Rentieren sind barrierefrei gestaltet. Der gelbe Rundweg ist die weniger anstrengende Wahl, hat aber ebenfalls Höhenunterschiede; die anderen Runden sind deutlich steiler. Fragt das Personal, welche Wege aktuell zu eurem Rollstuhl, Kinderwagen oder eurer Gehhilfe passen. Barrierefreie Toiletten gibt es am Eingang und bei der Greifvogelwiese, deren Zuweg allerdings steil ist. Zur Toilette bei den Schneeeulen führt eine steile Rampe. An allen drei WC-Stationen gibt es Wickelmöglichkeiten für Babys.
Nicht verpassen
Wölfe und Luchse
Nehmt euch Zeit, die Tiere geduldig und in Ruhe zu beobachten.
Aussichtspunkt Breitenstein
Plant einen Halt in der Felslandschaft ein, wenn sich eure Gruppe die hügeligere Runde zutraut.
Rentiere und Elche
Vergleicht zwei sehr unterschiedliche Hirscharten des Nordens.
Eine erste Familienrunde
Der gelbe Weg verbindet Tierbeobachtungen mit den unteren Parkbereichen.
Spaziergänge und Routen
Rundweg zum Breitenstein
Rundweg zum BreitensteinRundweg Wildschleife
Rundweg WildschleifeEin Familienbesuch mit Spielraum
Wählt eure Runde am Eingang und lasst dann ein oder zwei Lieblingstiere das Tempo bestimmen. Plant zwischen den Abschnitten eine Ruhepause ein und behaltet genug Zeit für den Rückweg. Das ist ein Vorschlag, wie ihr die ausgeschilderten Wege nutzen könnt, kein zusätzlicher markierter Rundweg.

Wählt zwischen dem gelben Kleinen Rundweg (1,4 km), dem grünen Breitenstein-Rundweg (2,4 km) und der roten Wildschleife (2,7 km). Ein Streckenvergleich, keine Karte; folgt vor Ort dem aktuellen Parkplan.
Originalgrafik: Snappit; Sachinformationen nach den angegebenen offiziellen Quellen
Aktivitäten
Ein kleines Beobachtungsheft
Sucht euch drei Bewohner aus. Zeichnet bei jedem ein Merkmal, das ihr wirklich sehen könnt, und notiert eine Verhaltensweise. Vergleicht zum Schluss eure Notizen: Ist euch allen dasselbe aufgefallen?
Tiere, Pflanzen und Lebensräume
Bleibt stehen und sucht das Gehege langsam mit den Augen nach dem Luchs ab. Wenn ihr ihn entdeckt, schaut euch sein Fellmuster an: Die Zeichnung ist bei jedem Tier anders. Auch ein ruhender Luchs lohnt eine Beobachtung, ohne dass ihr ihn wecken müsst.
Schaut vom öffentlichen Besucherbereich nach den Wölfen und lasst ihnen ihre Ruhe. Mit dem Heulen verständigen sich Wölfe untereinander. Wenn ihr es hört, ist das eine schöne Zugabe; erwartet es aber nicht und versucht nicht, es auszulösen.
Sucht nach den Wisenten und beobachtet, wie sich die Tiere zueinander aufstellen. Wisente leben in Herden, ältere Bullen können aber auch allein leben. Wartet auf einen freien Blick, ohne euch an der Absperrung zu drängen.
Beobachtet den Elch einen Moment, bevor ihr ein Foto macht. Denkt dabei an die Blätter und Triebe, die er frisst, und an die feuchten Wälder, in denen er in freier Natur lebt. Die Tiere hier gehören zum Bestand des Parks.
Schaut am Steinbockgehege über die Felsen und achtet darauf, wie ein Tier seine Füße setzt, wenn es sich bewegt. Nehmt euch Zeit zum Beobachten, ohne eine Klettervorführung zu erwarten.
Versucht, die hakenförmigen Spitzen der Gämsenhörner zu erkennen. Anders als ein Geweih werden diese Hörner nicht abgeworfen. Ein freier Blick von der Seite hilft bei dieser kleinen Aufgabe mehr als ein Foto aus möglichst kurzer Entfernung.
Schaut am Rentiergehege, ob ihr ein Geweih erkennen könnt. Auch Weibchen können eines tragen. Allein am Geweih könnt ihr deshalb nicht erkennen, ob ein Tier männlich ist.
Sucht die Schneeeule in ihrer Voliere und vergleicht die Umgebung des Geheges mit der offenen Tundra ihres natürlichen Lebensraums. Lasst sie ruhig sitzen, wenn sie das möchte: Auch eine stille Beobachtung ist ein schöner Halt.
Anreise und praktische Tipps
Ein Teil des Spielplatzes am Eingang ist mit dem Rollstuhl befahrbar. Über den Park verteilt stehen Bänke. Fragt am Eingang nach der Leihgebühr für Bollerwagen und dem Pfand, das ihr bei der Rückgabe zurückbekommt.
Wenn euch die Fahrplanauskunft Hundshaupten Mitte statt der Haltestelle Wildpark vorschlägt, prüft vor der Auswahl dieser Verbindung den Fußweg zwischen Ort und Park. Der Park nennt einen Verbindungsweg, dessen stufenlose Begehbarkeit ihr jedoch nicht voraussetzen solltet.
Quellen und hilfreiche Links
- Wildpark Hundshaupten
- Tierische Bewohner
- Parkplan
- Parkplan 2026
- Fragen zum Park
- Barrierefreiheit im Wildpark
- Aktuelles: Startschuss für die neue Talbrücke, 4 September 2026
- Anfahrt & Kontakt
- Öffnungszeiten
- Freizeitabenteuer
- Veranstaltungen / Aktionen
- Greifvogelschau
- Historie
- Natur & Artenschutz
- Gastronomie
- Hausordnung
- Preise
- European Lynx
- Gray Wolf
- European Bison
- Moose
- Alpine Ibex
- Chamois
- Caribou
- Snowy Owl
- Wildpark-Express Linie 235
- Staged Snappit species registry
Tiere, die ihr sehen könntet
8Jede Karte verlinkt zu einer vollständigen Entdecken-Seite mit Fotos, Merkmalen und spannenden Fakten.
Snap-Karte für diesen Ort
Beginne mit dem Überblick und zoome dann hinein, um einzelne Tierbeobachtungen rund um diesen Ort zu erkunden.
Gut zu wissen vor dem Besuch
Anfahrt
Gebt Hundshaupten 62, 91349 Egloffstein ein. Folgt der Beschilderung zu den Besucherparkplätzen.
Mit Bus und Bahn
Die VGN-Buslinie 235 verbindet den Bahnhof Ebermannstadt mit dem Park. Der saisonale Wildpark-Express fährt von Mai bis Anfang November an Wochenenden und Feiertagen. Plant Hin- und Rückfahrt vorab.
Busse unter der Woche
Manche Fahrten sind Rufbusse oder verkehren nur an Schultagen. Prüft vor der Abfahrt, ob ihr buchen müsst und welche Haltestelle bedient wird.
Bargeld fürs Essen
In der Wildpark-Schänke könnt ihr nicht mit Karte bezahlen. Im Winter ist sie nur an Wochenenden, Feiertagen und in den bayerischen Schulferien geöffnet.
Picknick
Esst Mitgebrachtes in den ausgewiesenen Ruhezonen und haltet Essensreste von den Tieren fern.
Kleine Räder
Lasst Laufräder und Roller zu Hause. Bollerwagen gibt es am Eingang zum Ausleihen; bergauf müsst ihr sie trotzdem selbst ziehen.
Hunde
Für Hunde wird Eintritt verlangt. Haltet euren Hund an der kurzen Leine; in begehbare Tieranlagen und auf Spielplätze darf er nicht mit.
Vor der Abfahrt
Prüft auf der offiziellen Website die Öffnungszeiten, Bauhinweise und den Veranstaltungskalender.
Häufig gestellte Fragen
- Bei regulären Online-Tageskarten müsst ihr kein festes Datum auswählen. Ihr könnt sie auf dem Handy oder ausgedruckt vorzeigen. Auf der aktuellen Preisseite findet ihr Familienkarten und Ermäßigungen, darunter den Sondertarif mit VGN-Ticket.
- Bringt kein Tierfutter mit und gebt den Tieren keine Picknickreste. Beachtet die Gehegeschilder und die Hinweise des Personals. Versucht niemals, Tiere durch Klopfen, das Werfen von Gegenständen oder Greifen durch eine Absperrung anzulocken.
- Plant den Besuch vor allem als Ausflug im Freien. Bei leichtem Regen könnt ihr die Runde verkürzen; nehmt Regenkleidung und Schuhe mit griffiger Sohle mit. Überlegt bei Dauerregen, ob die längeren Hangwege noch sinnvoll sind. Prüft die Öffnungszeiten der Gastronomie, bevor ihr auf eine geschützte Pause dort setzt.
- Bleibt auf den Besucherwegen und betretet nur ausdrücklich freigegebene Bereiche. Frei laufende Parktiere solltet ihr beobachten, ohne sie anzufassen oder ihnen zu folgen. Ist ein begehbares Gehege geschlossen, sucht bitte keinen anderen Zugang.
Aktuelle Snaps an diesem Ort
Aktuelle Snaps werden hier angezeigt, sobald neue Beobachtungen hinzugefügt werden.
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